Folge vom 25.09.2026 – Busterminal Dresden, Rechtsstaat, Radwege-Planung, Feierabend-Parken, Rohstoff-Suche
Shownotes
Die Pläne für ein Fernbus-Terminal in Dresden kommen seit 30 Jahren kaum voran. Nun will der Supermarkt-Unternehmer Peter Simmel Nägel mit Köpfen machen. Let’s talk about Rechtsstaat – warum Sachsens Justizministerin Geiert regemäßig das Gespräch sucht. Schatzsuche aus der Luft – wie Forscher im Vogtland mit dem Hubschrauber nach Rohstoffen suchen.
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Transkript anzeigen
00:00:01: Hallo und willkommen zur ersten Folge im Herbst.
00:00:13: Und wir beginnen mit einer schier unendlichen Geschichte unter Geschichte eines Machers, der sie nun doch erfolgreich zu Ende bringen will.
00:00:21: In Dresden gibt es seit dreißig Jahren Pläne für ein Fernbus-Terminal am Hauptbahnhof.
00:00:27: Der Standort steht auch schon lange fest, ein etwa zweihundert Meter langes und bis zu fünfundzwanzig Meter breites Grundstück am Wiener Platz.
00:00:35: Das derzeit brach liegt!
00:00:36: Die früheren Entwickler des Projektes hatten schon seit Jahrzehnten eine Baugenehmigung bekommen.
00:00:42: Seit Jahrzehnzehnte sollten die Arbeiten losgehen und in diesem Jahr sollte eigentlich alles fertig werden.
00:00:48: Das Grundstuck liegt aber immer noch brach.
00:00:51: dort hat sich noch kein Kran gedreht.
00:00:53: es sind weiterhin keine Bauarbeiter zu sehen Und da kommt Peter Simmel ins Spiel.
00:00:58: Der Mann ist siebenundsechzig Jahre alt und betreibt mit seiner Simmelholing, fünfundzwanzig Edeka-Märkte in Bayern, Thüringen und vor allem in Sachsen.
00:01:07: Um tausend sechsunterten Mitarbeiter hat das Unternehmen.
00:01:10: der Jahresumsatz liegt bei rund dreihundert Millionen Euro.
00:01:14: Simmel ist auch mit drei Supermärkten in Dresden aktiv.
00:01:17: Einer davon befindet sich in unmittelbarer Nähe dieser Brachfläche am Wiener Platz auf der eigentlich inzwischen das Busterminal stehen sollte.
00:01:26: Dort gegenüber eröffnete der Unternehmer vor vier Jahren einen großen Gebäudekomplex mit seinem Supermarkt, Büros und einem Hotel.
00:01:33: Aber der Markt läuft nicht so gut wie er sich das vorgestellt hatte – denn es fehlen ja immer noch die Kunden, die den Busbahnhof nutzen und vorher danach ihrer Reise bei Simmel einkaufen!
00:01:44: Also nahm der Mann, der sich selbst als Creme bezeichnet, die Dinge selbst in die Hand.
00:01:49: Kaufte den bisherigen Investoren das Grundschick ab?
00:01:52: für zehn Millionen Euro und baut dort nun selbst.
00:01:55: Die
00:01:55: Bauarbeiten werden im Frühjahr nächstes Jahr beginnen, wir werden Ende des Jahrhunderts bis Mitte vom Jahrhunderteisig mit allen Arbeiten fertig sein so dass dann alles in Betrieb gehen kann.
00:02:07: Hundert Millionen Euro will Simmel insgesamt investieren In den Busbahnhof ein modernes Fahrradparkhaus mit Platz für achthundert Räder zu dem die Stadt zweieinhalb Millionen Euro dazu gibt und in ein forty-seitig Meter hohes Hochhaus an der Westseite des Wiener Platzes.
00:02:22: Es werden auch Büroflächen entstehen, so wie eine große Fläche für Fitness und ein Apartment House mit hundertdreiundvierzig Apartments für zeitlich begrenztes Wohnen.
00:02:34: Das überdachte Fernbus Terminal soll zehn Bussteige bekommen.
00:02:37: bis zu vierhundertvierzicht Busse werden dort täglich ankommen und abfahren können Und mit ihnen viele Kunden.
00:02:43: für den Simmelmarkt Direkt am Terminal soll zudem noch eine neue Straßenbahn Haltestelle entstehen.
00:02:48: Wenn jetzt alles nach Plan läuft, dann steuert die Geschichte um den Dresdner Busbahnhof – nach mehr als dreißig Jahren und doch auf ein Happy End zu!
00:02:58: Wir müssen unsere Politik besser erklären.
00:03:01: Sätze wie diese hat man nach den Wahlen in jüngster Zeit immer wieder mal gehört unter anderem vom Bundeskanzler.
00:03:07: Nun ist es manchmal die Politik an sich, die die Wähler verschreckt und gar nicht mal so sehr die dürftigen Erklärungen dazu.
00:03:14: Und es wird auch nicht jedes politische Vorhaben automatisch besser nur wenn man es besser erklärt.
00:03:20: Aber hilfreich für unsere Demokratie und das Miteinander ist es auf jeden Fall Wenn Politiker nachvollziehbar darlegen können warum sie dieses oder jenes Projekt für vernünftig und wichtig halten.
00:03:32: In Sachsen versucht Ministerpräsident Michael Kretschmer das schon seit längerer Zeit.
00:03:36: Regelmäßig ist er im Freistaat unterwegs und lädt zu Bürgergesprächen ein, bei denen man Fragen stellen und sich direkt mit dem Regierungschef austauschen kann.
00:03:44: Auch Justizministerin Constanze Geijert sucht mittlerweile auf diese Weise das Gespräch – bei ihr heißt dieses neue Format Talking Rechtsstaat!
00:03:53: In dieser Woche war sie damit in Dresden, am kommenden Montag ist sie im Ratskeller in Rodewisch.
00:03:58: Um mit den Menschen über die Probleme zu sprechen aber auch über all den Wert der dahinter steht und mal dieses Fachjuristen chinesische ein bisschen zu übersetzen.
00:04:06: Sie werden merken dass so eine Ministerin auch nichts anderes ist als jeder andere auch.
00:04:10: es gibt also nicht die da oben oder die da unten sondern wir alle gemeinsam treten für die gleiche Sache ein Und das macht sich am besten im
00:04:16: Gespräch.
00:04:16: Ein Rechtsstaat ist viel mehr als sein Sammelsurium an Paragrafen.
00:04:20: Der Rechtsstaate soll unsere Grundrechte sichern ebenso wie unsere Sicherheit im Alltag.
00:04:25: Nur durch einen funktionierenden Rechtsstaat können wir Konflikte nach klaren Regeln austragen, die für alle gelten oder unser Leben freigeschalten, so die Ministerin.
00:04:35: Wenn sie mit den Sachsen darüber spricht dann merkt sich schnell was viele Menschen bewegt.
00:04:39: Was höre ich am häufigsten?
00:04:40: der Vorwurfverfahren dauernd so lange?
00:04:42: Sie können nicht nachvollziehen, wie Strafhöhen sind sogenannte Kuscheljustiz oder eben auch die Frage Jugendkriminalität oder Kriminalität insgesamt.
00:04:50: Wie gehen wir damit um?
00:04:52: Wir wollen mir die Probleme
00:04:53: lösen.".
00:04:53: Ein starker Rechtsstaat lebt vom Vertrauen der Menschen so geiert.
00:04:57: Deshalb ist ihr dieses neue Format auch so wichtig!
00:04:59: Mindestens einmal im Monat soll es diese Gespräche nun geben Zum Beispiel in Schulen, Vereinen oder Gemeindeseelen.
00:05:06: Über die Termine informiert das Ministerium regelmäßig im Netz und für die Veranstaltung in Rodewisch am kommenden Montag konnte man sich Standfreitag früh auch noch online anmelden.
00:05:17: Der Verkehr in unseren Städten verändert sich.
00:05:20: Die Zeiten in denen Verkehrswege vor allem für Autos geplant wurden sind vorbei.
00:05:25: Inzwischen fördern immer mehr Kommunen den Radverkehr Und dabei hilft Ihnen eine digitale Plattform aus Sachsen.
00:05:31: Miroslava Lukavskaya vom Projektteam der TU Dresden.
00:05:35: Stellen Sie sich vor, sie wollen ein neuer Fahrradbrücke bauen zum Beispiel oder neue Fahrradstraße oder einen neuen Radweg?
00:05:41: Dann können Sie dort simulieren wie verlagert sich der Radverkehr in der Stadt.
00:05:47: Manchmal wollen die Planeten auch in bestimmter Strecke entlasten und da würden Sie sehen okay wenn ich hier den Radweg baue sind dann fünfhundert Radfahren am Tag mehr und dafür dort und dort so viel weniger.
00:05:58: Die Forscher haben für ihr Tool bundesweit die Daten vom Stadtradeln ausgewertet, die per App erfasst wurden.
00:06:04: So haben sie Modelle entwickelt, die zeigen für welche Routen sich Radfahrerinnen und Radfahrern entscheiden.
00:06:10: Und diese Modelle zeigen eben auch wie sich Verkehrsströme verändern wenn entlang bestimmter Routem, Radwege, Fahrradstraßen oder Brücken für Radfahreren neu gebaut werden.
00:06:20: Mehr als hundertdreißig Städte und gemeinten Bundesweit greifen schon jetzt wenige Wochen nach dem Start der Plattform auf die Daten zu.
00:06:27: Basierend auf dem lokalen Wissen oder basierend auch den Budget, den Sie zur Verfügung haben können sie dann eben selbst entscheiden wo sie ihre Maßnahmen umsetzen und das halt eben simulieren.
00:06:37: Geplant ist tatsächlich auch... Vorschläge zu machen.
00:06:40: Also sie würden dann eine Quelle im Netz aussuchen und sagen, schlagen Sie mir die beste Möglichkeit vor oder ein paar Varianten vor?
00:06:48: Das ist geplant allerdings zurzeit noch nicht
00:06:50: möglich.".
00:06:51: Dennoch hilft diese Plattform der TU Dresden Stadtplanern schon jetzt dabei knappe öffentlichen Mittel dort einzusetzen wo sie den größten Nutzen haben.
00:07:00: Das Startradeln ist damit nicht nur eine tolle Aktion fürs Klima sondern hat durch die Arbeit der Dresdner Forscher nun auch einen ganz praktischen Nutzen Und überall dort, wo es mehr gute Radwege gibt.
00:07:11: Da werden künftig wahrscheinlich auch noch mehr Menschen auf das Rad umsteigen.
00:07:16: Wer in Sachsen in einer größeren Stadt wohnt und abends mit dem Auto nach Hause kommt, erkennt das Problem.
00:07:21: Alle Parkplätze in der Nähe der Wohnung sind belegt.
00:07:24: Man muss lange suchen, um doch irgendwo eine freie Lücke zu finden.
00:07:27: Das ist nervig, kostet Zeit und Geld und wird auch für andere zur Belastung Denn...
00:07:32: Ein Großteil des Feierabendverkehrs basiert in der Tat darauf dass Menschen einen.
00:07:41: Sie ist Unternehmenssprecherin bei Netto und wie andere Supermärkte hat auch Netto das Problem erkannt.
00:07:46: Und bietet seine Parkplätze für die Nacht zum Feierabendparken an, denn die Parkplätzen sind ja leer sobald die Märkte geschlossen haben und könnten damit prima von Anwohnern genutzt werden.
00:07:57: Bei Netto funktioniert die Anmeldung über einen QR-Code, der auf Schildern am Parkplatz zu finden ist.
00:08:02: Dieser QR-Kode wird dann eben mit einem Smartphone gescannt und sofort kommt man auf der Website an des Partnerunternehmens und da kann man dann eben angeben ob man eine Nacht, eine Woche oder aber ein Monat auf unserem Parkplatz in dem Parkservice nützen möchte.
00:08:18: Die nervige Parkplatzsuche im Wohnviertel hat damit ein Ende ohne dass auch nur ein Quadratmeter Fläche zusätzlich versiegelt werden muss.
00:08:25: Für die Supermärkte ist das natürlich ein Zusatzgeschäft, aber eben nur in der Nacht.
00:08:30: Wer tagsüber zum Einkaufen kommt, der muss nichts dafür bezahlen, dass er sein Auto kurz
00:08:34: abstellt.".
00:08:49: Die Preise für das Feierabendparken sind unterschiedlich.
00:08:53: Je nach Anbieter und Standort, mit drei bis vier Euro für eine Nacht kann man den etwa rechnen oder sechzehn Euro in der Woche beziehungsweise dreißig bis vierzig Euro im Monat.
00:09:02: Einfach so darf man auf privaten Supermarktparkplätzen nicht parken denn sie gehören nicht zum öffentlichen Straßenraum.
00:09:09: Selbst ein Parkplatz ohne Schranke darf nachts nicht einfach so genutzt werden.
00:09:13: Wer sich nicht daran hält riskiert eine Vertragsstrafe durch private Überwachungsfirmen und muss in schweren Fällen sogar damit rechnen, dass das Auto abgeschleppt wird.
00:09:23: Und zum Ende dieser Folge geht's nach Fahrrad- und Auto jetzt noch in die Luft!
00:09:29: In einen Hubschrauber der zuletzt über dem Vogtland seine Runden drehte um Zinnvorkommen in bis zu tausend Metern Tiefe zu erkünden.
00:09:36: Wie das aus der Luft funktioniert, erklärt Thomas Günther von der TU Bergakademie Freiberg.
00:09:42: Dazu setzen wir den Untergrund unter Strom,
00:09:44: d.h.,
00:09:44: wir legen ein langes Kabel aus, ca.
00:09:46: zwei bis drei Kilometer lang auf dem Boden, was an einem Boden angekoppelt wird und dieses schweißend starken Strom in den Untergrunden ein, überall da wo es leidfähige Strukturen gibt werden Ströme induziert und diese Strömen erzeugen einen Magnetfeld an einem Flugkörper unterhalb des Helikopters aufgezeichnet.
00:10:04: Und dann können daraus die Leitfähigkeitsstupfe im Untergrundrekord zu
00:10:08: öffnen.".
00:10:09: Die Sonde entdeckt also keine bestimmten Metalle, sondern misst wie leidfähig ein Untergrund ist.
00:10:14: Dafür kann es viele Ursachen geben – auch salzhaltiges Wasser zum Beispiel leitet ja gut!
00:10:20: Dennoch bekommen die Forscher vom Hubschrauber aus schon mal einen ersten Eindruck von möglichen Lagerstätten ohne in die Natur eingreifen zu müssen.
00:10:27: Das ist erst nötig wenn man es genauer wissen will….
00:10:30: Wir können letztendlich nicht ohne Bohrung arbeiten.
00:10:33: Letztendlich muss man genau wissen, was im Untergrund ist.
00:10:35: aber wir können diese Anzahl an Bohren deutlich minimieren.
00:10:37: das heißt wir können den Gelogen oder den Bergbauunternehmen genau sagen wo man bohren sollte und höfliche Strukturen antreffen kann.
00:10:43: Geschätzt rund neunzigtausend Tonnen Zinn liegen im Erkundungsgebiet in Muldenhammer.
00:10:48: Zinn gilt mittlerweile als kritischer Rohstoff dessen Förderung sich lohnt denn?
00:10:53: Zinn ist der Klebstoff der Elektronikindustrie.
00:10:55: das heißt jedem Elektromischen Geräten, nitten Laptop, jeden Smartphone ist nicht nur selbst ne Erzen drin.
00:11:01: Sondern da ist ganz viel Zinn
00:11:02: drin.".
00:11:03: Die Freiberger Forscher haben ihr Messverfahren in den letzten Jahren immer weiterentwickelt.
00:11:07: Dabei sind kleinere Sensoren entstanden die man an eine Drohne statt dann ein Hubschrauber hängen kann.
00:11:12: Das ganze Verfahren wird dadurch noch einmal deutlich günstiger.
00:11:16: Im nächsten Jahr sollen diese Drohnen erstmals im Westärzgebirge zu Erkundungsflügen starten.
00:11:26: mit News Enker H. Jo Wilken.
00:11:29: Dieser Radio-PSR Original Podcast ist eine Produktion von RegioCast, deutsches Radiounternehmen.
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