Folge vom 18.09.2026 – Spritpreis-Entlastung, Bildungsmonitor, ESMC-Chipwerk, Ernte-Bilanz, Tourismus Südwestsachsen
Shownotes
Die Benzin- und Dieselpreise haben in dieser Woche neue Rekordpreise erreicht. Die Politik hat Entlastungen angekündigt, feilt aber noch an den Details. Sachsen ist erneut die Nummer 1 im Bildungsmonitor. Aber auch die Leistungen sächsischer Schüler lassen nach. Die Industrieregion Südwestsachsen ist im Wandel – welche Rolle soll künftig der Tourismus spielen?
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00:00:01: Hallo und willkommen auf.
00:00:09: geht's in eine neue Folge.
00:00:12: Tanken war in Deutschland in dieser Woche so teuer wie noch nie!
00:00:16: Der Liter Diesel hat am Mittwoch im Schnitt zwei Euro forty-fünf gekostet, das hatte ADAC ausgerechnet.
00:00:22: Damit wurde der bisherige Rekord aus dem April nochmal übertroffen.
00:00:27: Beim Benzin hatte in den Tagen zuvor ja schon ein Hoch das nächste gejagt.
00:00:32: Die Preise sind längst eine Zumutung für alle, die aus Auto angewiesen sind und nicht elektrisch fahren.
00:00:38: Auch Speditionen, mobilen Pflegediensten oder Handwerkern in Sachsen machen die hohen Tankrechnungen zu schaffen.
00:00:45: Andreas Brzezinski vom Handwerkstag.
00:00:47: Das führt dazu, dass die
00:00:48: Kaufkraft geringer wird im gesamten Land.
00:00:51: Es führt aber auch dazu, das Handwerk
00:00:53: immer weniger Aufträge hat und Leistungen im Handwerk
00:00:56: teurer werden.
00:00:57: Die Politik
00:00:58: ist gefordert hier zu
00:00:59: handeln.".
00:01:00: Die Politik hat auch schon angekündigt für Entlastungen zu sorgen – möglichst bereits zum ersten Oktober!
00:01:06: Nur über die konkreten Maßnahmen isst sie sich noch nicht einig….
00:01:10: Möglichkeiten gibt es einige... SPD und Linke haben eine Übergewinnsteuer vorgeschlagen.
00:01:16: Sie wollen also die Extra-Gewinne, die die Mineralölkonzerne jetzt in der Krise machen abschöpfen und damit Entlastungen finanzieren.
00:01:24: Allerdings stellt sich da sofort die Frage – was ist überhaupt ein Übergewin?
00:01:29: Gewinne werden ja bereits besteuert!
00:01:31: Der Staat müsste also erst einmal festlegen, ab welcher Höhe ein Gewinn zusätzlich besteuern wird.
00:01:37: Genau deshalb ist das juristisch hoch umstritten.
00:01:40: Zudem verdienen die großen Ölmulti seinen erheblichen Teil ihres Geldes außerhalb von Deutschland.
00:01:45: Da kann der Fiskus nicht einfach drauf zugreifen!
00:01:48: Auch einen Preisdeckel hat die SPD schon mehrfach ins Gespräch gebracht, als Vorbild nennt sie beispielsweise Luxenburg.
00:01:55: Dort schaut sich das Wirtschaftsministerium regelmäßig die Preisentwicklung auf den internationalen Märkten an und legt dann verbindliche Höchstgrenzen für Benzin- und Diesel fest.
00:02:05: Mehr als diesen Höchswert dürfen die Tankstellen dann nie verlangen, weniger natürlich immer!
00:02:11: Auch in Belgien legt die Regierung einen Höchspreis für die Spritpreise fest – allerdings war dort zum Beispiel der höchstpreis für Diesel in dieser Woche gar nicht niedriger als der Dieselpreis hier bei uns in Deutschland.
00:02:23: Hinzu kommt Auch solche Eingriffe des Staates sind juristisch umstritten.
00:02:28: Solche Höchstpreise können auch zu Versorgungsengpässen führen, weil die Ölkonzerne zu gewissen Preisen dann womöglich gar nicht mehr liefern wollen.
00:02:36: und wenn der Staat versucht Benzin- und Diesel auf diese Weise künstlich billigzulassen, dann fehlt für viele Autofahrer womöglich der Anreiz auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen.
00:02:46: Und damit bleiben wir dann weiterhin stark abhängig von Ölimporten und der Preisentwicklung auf den Weltmärkten und werden womöglich immer wieder in Krisensituationen kommen, wie wir sie jetzt erleben.
00:02:58: Eine andere Möglichkeit wäre es Geld direkt an die Bürger auszuzahlen – das ließe sich sozial staffeln und damit gezielter einsetzen.
00:03:05: Hätte zudem den Vorteil dass auch Menschen entlastet werden die gar nicht tanken müssen aber trotzdem höhere Ausgaben haben weil höhere Spritpreise ja auch zufolge haben dass es an anderen Stellen teurer wird der Wocheneinkauf im Supermarkt zum Beispiel oder die Handwerkerrechnung.
00:03:21: Auch bei so einer Direktzahlung gibt es allerdings zwei Probleme.
00:03:25: Für schnelle, nach Einkommen gestaffelte Zahlungen fehlt noch ein vollständig einsatzbereites System.
00:03:30: Der Staat hat auch nicht von jedem von uns eine mit der Steuer-ID verknüpfte Kontonummer.
00:03:36: Vor vier Jahren wurden die dreihundert Euro Energiepreispauschale deswegen auch über den Arbeitgeber ausgezahlt.
00:03:42: Die musste allerdings versteuert werden.
00:03:44: Es kam also deutlich weniger an Und?
00:03:47: Die Pauschale kostete den Bund rund sieben Milliarden Euro Geld, das er zur Zeit kaum hat.
00:03:53: Ein Tankrabatt wie im Mai und Juni wäre da schon etwas billiger.
00:03:57: Damals wurde die Energiesteuer auf Benzin- und Diesel gesenkt.
00:04:00: zusammen mit der ebenfalls sinkenden Mehrwertsteuer waren das rund siebzehn Zentpoliter an der Zappsäule.
00:04:06: Der Staat verzichtete damals auf Einnahmen von rund eins Komma sechs Milliarden Euro!
00:04:11: Der Rabatt kam zwar nicht über die vollen zwei Monate komplett an der Zapfsäule an Die Mineralölkonzerne haben ihn aber im Großen und Ganzen fair weitergegeben.
00:04:21: Aus der Union kommt jetzt auch der Vorschlag, die Mehrwertsteuer von neunzehn auf sieben Prozent zu senken.
00:04:27: Bei einem Spritpreis von zwei Euro vierzig könnte das den Liter bei vollständiger Weitergabe sofort um etwa vierundzwanzig Cent billiger machen.
00:04:35: Der Vorteil?
00:04:36: Das ist einfach, wirkt unmittelbar und setzt genau bei DER Steuer an mit der der Staat durch die steigenen SpritPreise ja zur Zeit auch automatisch mehr einnimmt!
00:04:46: Denn die Energiesteuer, die bleibt gleich.
00:04:49: Egal ob der Liter nun ein Euro Achtzig oder zwei Euro Vierzig kostet Die Mehrwertsteuer dagegen steigt mit dem Preis Heißt.
00:04:57: senkt der Staat jetzt den Mehrwert-Steuersatz verzichtet er zumindest zum Teil auf Einnahmen, die ihm der Preisschock überhaupt erst zusätzlich beschert hat.
00:05:05: Auch das kostet natürlich Steuereinnahmen und finanziert sich auch nicht vollständig selbst.
00:05:10: Und der Porsche Fahrer profitiert davon genauso wie der Geringverdiener.
00:05:14: Dafür erreicht die Entlastung aber jeden, der tanken muss.
00:05:18: Ein gewisses Risiko bleibt bei allen Steuersenkungen.
00:05:21: Sie stellen nämlich nicht sicher, dass die Preise danach nicht trotzdem neue Höchstwerte erreichen.
00:05:27: Die sächsische Landtagsabgeordnete Ina Klem von der CDU fordert deshalb das Bundeskartellamt den Ölkonzernen bei ihrer Preisgestaltung noch genauer auf die Finger schaut und durchgreift wenn sie Preise verlangen die kaum zurechtfertigen sind.
00:05:41: Wir haben bereits
00:05:41: beim Tankrabatt
00:05:42: gesehen, dass eine staatliche Entlastung teuer ist und nicht vollständig zwangsläufig ankommen muss.
00:05:47: Wir sollten deswegen nicht versprechen den Kern des Problems mit einem Tankrabat oder Steuersenkungen lösen zu können denn das können wir nicht!
00:05:55: Dennoch hoffen alle Autofahrer, dass sich in der nächsten Woche etwas tut Denn wenn es wirklich schon zum ersten Oktober spürbare Entlastungen geben soll dann muss die Politik in den nächsten Tagen Entscheidungen treffen.
00:06:08: Sachsen hatten nach wie vor das beste Bildungssystem in ganz Deutschland.
00:06:13: Das hat denn dieser Woche wieder der sogenannte Bildungsmonitor gezeigt, das ist eine Studie die das Institut der deutschen Wirtschaft einmal im Jahr erstellt – im Auftrag der arbeitgebernahen Initiative neue soziale Marktwirtschaft.
00:06:27: Unser Bildungsystem hat es da zum einundzwanzigsten Mal in Folge auf den Spitzenplatz geschafft Aber, sagt Burkharten Aumann von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.
00:06:36: Sachsen ist hier höchstens der Einäugige unter den Blinden...
00:06:39: Denn insgesamt ist im deutschen Bildungssystem ja einiges im Argen!
00:06:43: Das hat gerade erst wieder die jüngste PISA-Studie gezeigt, die ja kein Vergleich der Bundesländer ist sondern einen internationalen Vergleich mit anderen Ländern.
00:06:53: Grunde dafür gibt es viele.
00:06:54: Zwei der wichtigsten?
00:06:56: Der Bildungserfolg hängt bei uns immer noch stark vom Elternhaus ab und in den Schulen und Kitas fehlt Personal.
00:07:03: Sachsen ist nach wie vor vorletzter Platz beim der Personalanstaltung an Kitas, und an KITAS.
00:07:08: in der frühkündlichen Bildung fängt es an!
00:07:10: Und an der Schule ist das ähnlich.
00:07:11: da sehen wir die gleichen Probleme.
00:07:12: Es gibt zu wenig Personal.
00:07:14: Das ist ja vor allem ein Problem.
00:07:16: Wie viel Zeit hat man für den einzelnen Schüler?
00:07:18: Die einzelne Schülerin
00:07:19: Lehrerverbände und Schülervertreter kritisieren außerdem den Bildungsmonitor an sich.
00:07:24: Der untersucht nämlich in erster Linie, wie Gut-Kinder und Jugendliche in den Schulen auf das Berufsleben – also die Wirtschaft vorbereitet werden.
00:07:32: Unter welchen Bedingungen diese Leistung zustande kommen spielt in der Studie keine so große Rolle!
00:07:38: Und auch wenn Sachsen weiterhin das Musterland in Deutschland ist?
00:07:42: So doch mit sinkender Tendenz.
00:07:44: Im Zehn Jahresvergleich sinken die sächsischen Werte bei der Schulqualität für die soziale Integration, bei den Betreuungsbedingungen sowie im Kampf gegen Bildungsarmut.
00:07:53: Damit, so Burkhard Normann stellt sich in Sachsen aber natürlich auch bundesweit die Frage... Ist
00:07:59: das noch das richtige Schuhsystem?
00:08:00: Weil werden wir immer weiter absacken müssen wir endlich mal die Frage stellen wie die Schule von morgen funktionieren kann.
00:08:07: Eine Frage, die Kultusminister Konrad Clemens tatsächlich demnächst beantworten will.
00:08:11: Dennoch er räumt ein dass der Spitzenplatz im Bildungsmonitor keine Ruhekissen ist.
00:08:16: Noch in diesem Jahr will er ein neues Schulgesetz vorstellen.
00:08:19: Wir
00:08:19: müssen auch als Spitzenreiter uns neu erfinden, dazu gehören moderne datengestützte Schulentwicklung kompetenzorientiertes Lernen fächerverbindender Unterricht der mehr anwendungsorientiert ist und definitiv auch mehr Medienbildung und weniger Handynutzung.
00:08:35: Sachsens Arbeitgeberpräsident Jörg Brückner mahnt entscheidend es nicht besser als die anderen zu sein sondern selbst besser zu werden.
00:08:43: Der internationale Vergleich ist der eigentliche Maßstab.
00:08:46: Und da ist auch im deutschen Bildungsland Nummer eins, hier bei uns in Sachsen noch viel Luft nach oben!
00:08:53: Dresden ist das Herzstück der europäischen Chip-Industrie.
00:08:57: Jeder Dritte in Europa hergestellte Mikrochip kommt von hier.
00:09:01: In den großen Fabriken von Infineon, Bosch oder Global Foundrys arbeiten tausende Menschen.
00:09:06: Bald werden zwei Tausend weitere Jobs hinzukommen – denn das neue Werk von ESMC wächst.
00:09:13: ESMC ist ein Gemeinschaftsunternehmen von vier Partnern.
00:09:16: Der weltgrößte Chip-Konzern TSMC baut das Werk gemeinsam mit Bosch, Infineon und NXP um in Dresden künftig vor allem Mikrochips für die Autoindustrie herzustellen.
00:09:30: Das sind alles große Automobilzulieferer und man wollte eine Fabrik in derselben Zeitzone haben.
00:09:36: Das macht Innovation einfacher, Lieferketten kann man nicht als gegeben nehmen.
00:09:40: dementsprechend eine Fabrike von TSMC in Europa zu haben war der große Wunsch und jetzt sieht man dass der Wunsch realisiert
00:09:46: wird.
00:09:46: Nur zwei Jahre hat es gedauert vom ersten Spatenstich bis zum Richtfest in dieser Woche.
00:09:51: mehr als zehn Milliarden Euro werden auf der Großbaustelle am Dresner Flughafen investiert.
00:09:57: Nicht nur die Summe ist beeindruckend,
00:09:59: auch das
00:10:00: Tempo mit dem das Werk entsteht findet Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.
00:10:04: Dass es möglich ist eine
00:10:05: Baustelle mit so vielen Menschen in so kurzer Zeit mit dieser Präzision zu
00:10:11: haben – das habe ich nicht gewusst, ich hab sowas
00:10:12: noch nie erlebt – Das ist Deutschlandgeschwindigkeit!
00:10:15: Wenn wir so in Deutschland alle unsere Infrastruktur bauen würden wären wir absolut
00:10:19: net bewerbsfähig.
00:10:20: Das Tempo zeigt, wie dringend nötig dieses Werk für Europa ist.
00:10:23: Denn man will sich damit unabhängiger machen von Lieferungen aus Asien oder den USA.
00:10:29: Deshalb langt auch der Staat tief in die Kasse um dieses Werk zu ermöglichen.
00:10:33: Er beteiligt sich mit bis zu fünf Milliarden Euro an den Investitionen.
00:10:38: Natürlich soll die Ansiedlung auch weit über das Firmengelände hinauswirken.
00:10:41: So sollen sich Zulieferer ansiedeln und neue Wohnungen entstehen.
00:10:45: Für die zweitausend Mitarbeiter der Chipfabrik und ihre Familien Auf Dresden und Umgebung kommt noch jede Menge Arbeit zu, sagt Oberbürgermeister Dirk Hilbert.
00:10:54: Es sind fast hundert Gemeinden dabei die jetzt gemeinschaftlich eine Wirtschaftsregion Dresdner gründen und auch sich in diesen Schritten noch stärker abstimmen.
00:11:02: Das ist bei dem Thema Wohnungsbauer das ist beim Thema Gewerbeflächen Entwicklungen.
00:11:09: Nach dem Rohbau der ISMC-Fabrik beginnt dort nun der Innenausbau mit den Rheinräumen und später mit der Installation der hochspezialisierten Fertigungsanlagen.
00:11:19: Die Massenfertigung der Microchips soll dann Ende des nächsten Jahres beginnen.
00:11:24: Sachsens Bauern haben in diesem Jahr keine besonders gute Ernte eingefahren, besonders die Hitzewelle Ende Juni hat einen Großteil ihrer Erträge zunichte gemacht.
00:11:34: In dieser Phase hätte das Getreide Feuchtigkeit gebraucht, doch bei Temperaturen von mehr als thirty-fünf Grad über einen Zeitraum von mehr einer Woche gingen das Gettreide in vielen Regionen in die Notreife über.
00:11:45: Qualitätsweizen konnten wir unter diesen Bedingungen kaum noch erzeugen, sagt Bauernpräsident Thorsten Kraftschick.
00:11:51: Natürlich wollen unsere Müller große Körner, weil die sich einfach malen lassen.
00:11:55: Das ist hier verloren gegangen und das führt aber dazu dass aus Brotgetreide sofort Futter getreitet wird.
00:12:00: Es ist dann nicht verwertbar.
00:12:01: wir verlieren da im Schnitt dreißig vierzig Euro pro Tonne Weizen und das ist enorm!
00:12:06: Dass die Ernte weniger einbringt.
00:12:07: es nur ein Problem, dass viele Betriebe nun haben.
00:12:10: Das andere ist, dass die Kosten für Personal, Diesel oder auch Dünger enorm gestiegen sind.
00:12:16: Ohne staatliche Hilfen würde es für viele betriebe noch schlimmer aussehen.
00:12:21: Wir kriegen
00:12:21: dieses Jahr von Brüssel sechzig Millionen für Deutschland zur Verfügung gestellt, für Düngehilfen.
00:12:25: Diese Mittel, diese Sechzig Million können auf Bundesebene um hundertzwanzig Millionen aufgestockt werden.
00:12:30: Das würde dazu führen dass wenigstens ein kleiner warmer Regen kurz vor Weihnachten noch bei unseren Antwort- schachsbetrieben landet.
00:12:36: Trotzdem fehlen in Bauern nun die Mittel für dringend notwendige Investitionen und wir sind weiter davon entfernt Rücklagen für zukünftige Herausforderungen zu bilden so kraftschick Und weiter sagt der Bauernpräsident.
00:12:48: Ich kenne keinen Betrieb, der derzeit nicht von Existenzangst spricht.
00:12:53: Die Landesregierung hat insofern Hilfe versprochen, dass sie zumindest die politischen Rahmenbedingungen verbessern will.
00:12:59: Beim Raps nämlich ist die Ernte auch deshalb so schlecht weil es keine Zulassung für wirksame Pflanzenschutzmittel gibt.
00:13:06: Das ist kein Naturschicksal das wir einfach so hinnehmen müssen heißt es im Landwirtschaftsministerium.
00:13:11: Sachsen will deshalb über den Bundesrat versuchen die Zulassungs-Situation zu verbessern Und auch wenn die Ernte hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, gefeiert wird an diesem Wochenende trotzdem.
00:13:22: In Wurzen ist ein Landes-Erntedank fest und dazu werden Zehntausende Besucher erwartet!
00:13:27: Die Stadt wird zur Partizone – es gibt einen Feuerwerk, Blaulicht & Technikmeile, jede Menge Musik und Vereinsprogramm auf mehreren Bühnen und als Höhepunkt eine großen Umzug am Sonntagnachmittag.
00:13:39: Viele Vereine und Schulen sind dabei, historische Traktoren und auch Sachsen's schönste Erntekrone wird dann zu sehen sein.
00:13:47: Der Freistaat will den Tourismus in Südwestsachsen weiter ausbauen.
00:13:51: Die Region ist derzeit stark von der Autobranche geprägt, die aber ist im Umbruch!
00:13:57: Die Region wird sich entteilen also neu aufstellen müssen in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren und dabei soll auch der Tourismus seine wichtige Rolle spielen, sagt Tourismusministerin Barbara Klebsch.
00:14:10: Der
00:14:16: Tourismus wird nicht alle Arbeitsplätze ersetzen können, die in den nächsten Jahren vielleicht in der Industrie wegfallen.
00:14:22: Sagt Klebsch.
00:14:23: Aber der Tourismus ist wichtig um ein Arbeitsumfeld zu schaffen das Unternehmen sich ansiedeln.
00:14:29: also es sind die sogenannten auch Weichenstandortfaktoren.
00:14:32: Touristische Angebote steigern auch immer die Lebensqualität der Menschen die vor Ort leben sagt Klebssch und damit entstehen neue Chancen.
00:14:39: Kultur Freizeit Natur und Tourismus sind kein nettes Beiverk sondern auch ein Wirtschaftsmotor.
00:14:45: Rund vier Millionen Übernachtungen haben Besucher im letzten Jahr allein in Erzgebirge gebucht.
00:14:50: Zwei Komma zwei Millionen waren es im Vogtland, die Gäste sorgten für mehr als einens Komma drei Milliarden Euro Umsatz und sicherten rund dreißigtausend Arbeitsplätze.
00:15:00: Um das weiter auszubauen liegen nun zahlreiche Vorstäger auf dem Tisch.
00:15:04: Dazu gehören einen Skizentrum am Fichtelberg neue Angebote für Fahrer-Touristen und ein Erlebnisareal rund um die Gölschtalbrücke Schon heute ein Hotspot für Touristen, schließlich gilt sie als größte Ziegelsteinbrücke der Welt.
00:15:17: Man möchte die Geldsteilbrücke als Leuchtturm in der Region entwickeln eben mitangeboten wo ich übernachten kann, wo ich Gastronomie erlebe und wo ich Karabanstellplätze habe bis hin zu einem wirklichen Highlight dass man quasi mit einer Flyline durch die Geldsteinbrücke durchfahren könnte.
00:15:35: Ob solche Ideen verwirklicht werden ist noch offen.
00:15:37: darüber entscheiden die Beteiligten Städter und Landkreise.
00:15:40: Klebsch rechnet aber damit, dass noch bis Ende des Jahres erste Entscheidungen auf dem Tisch liegen.
00:15:45: Auf Fragen zur Finanzierung müssen von Fall zu Fall noch geklärt werden!
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