Folge vom 11.09.2026 – Landtags-Sanierung. Stromnetz-Sabotage, XXL-Batteriespeicher, Roboter-Restaurant, Wahl-Überra

Shownotes

Das Parlamentsgebäude ist in die Jahre gekommen, die Technik völlig veraltet. Nun rücken die Bagger an. Die Sanierung wird mehr als zehn Jahre dauern. Nach Sabotageakten in der Lausitz: Sachsen will die Stromnetze besser schützen. Essen wie im Science-Fiction: In Leipzig öffnet ein Roboter-Restaurant.

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00:00:01: Hallo und willkommen zu einer neuen Folge.

00:00:10: Der sächsische Landtag ist in die Jahre gekommen, gebaut in den neunziger Jahren hat er inzwischen ein alter erreicht indem er dringend saniert werden muss.

00:00:19: lange wurde das geplant und auch sehr viel darüber diskutiert.

00:00:22: In dieser Woche nun ging es los.

00:00:24: Erster Spatenstich für einen Neubau am Elbufer Finanzminister Christian Piwarz.

00:00:29: Wir haben mehr Fraktionen als noch zu Beginn, wir haben eine andere

00:00:32: Arbeitsanforderung

00:00:33: und insofern ist das glaube ich ein wichtiges Zeichen dafür dass wir die Arbeit in der Demokratie

00:00:37: mit diesem neuen

00:00:37: Bau stärken.

00:00:38: und in sofern freue ich mich, dass ganz konkret einerseits

00:00:40: die Neubauten

00:00:41: in Angriff genommen werden aber eben auch das Bestandsgebäude

00:00:43: saniert wird.

00:00:44: Zunächst wird der Landtag also ausgebaut.

00:00:46: es entsteht ein dreistöckiger Neubau mit Büros für die Verwaltung und die Abgeordneten.

00:00:52: In dieses Gebäude werden sie ausweichen wenn der Landtag selbst ab.

00:00:57: Anschließend geht es dann mit Sack und Pack zurück in den Landtag.

00:01:01: Und in den Neubau ziehen dann Mitarbeiter ein, die bisher an ganz anderen Standorten arbeiten – Landtagspräsident Alexander Dirkz.

00:01:25: Auch im Innenhof kommt noch ein Gebäude dazu, mit einem großen Saal für Ausschüsse und öffentliche Anhörungen.

00:01:32: Mehr als zehn Jahre werden die Arbeiten insgesamt dauern und womöglich bis zu vierhundertfünfzig Millionen Euro kosten.

00:01:39: Gut dreihundertzwanzig Millionen davon sind schon fest eingeplant hinzukommen knapp hundertdreißig Millionen als Puffer bei den Kosten gerade über einen so langen Zeitraum natürlich noch steigen können.

00:01:51: viel Geld also das führt aber kein Weg an dieser Investition vorbei meint der Landtagspräsident.

00:01:57: Weil der Landtag einfach in die Jahre gekommen ist, das Leitungsnetz ist teilweise wirklich marode.

00:02:02: Die IT

00:02:02: überhaupt nicht mehr den Erfordernissen

00:02:04: modernen

00:02:04: Arbeitens angepasst.

00:02:06: Die Arbeitskremien

00:02:07: haben an der Zahl

00:02:07: zugenommen und die Besucher haben an einer Zahl zugenommen.

00:02:09: also ich bin wirklich dankbar und sehr demütig dass wir heute beginnen können.

00:02:14: Vom Neubau, der nun als erstes entsteht soll später ein Tunnel zum heutigen Parlamentsgebäude führen.

00:02:20: auch die neue Technikzentrale des Parlamends wird unterirdisch eingerichtet.

00:02:24: Das hat nicht nur mit der Sicherheit zu tun, sondern auch mit dem Blick auf die Elbe, der nicht komplett verbaut werden soll.

00:02:30: Noch einmal Finanzminister Christian Piwarz.

00:02:33: Wir sind hier mitten im Stadtzentrum von Dresden.

00:02:35: Wir haben unmittelbar die

00:02:36: Elben.

00:02:37: Ich finde schon dass der

00:02:37: Entwurf von Peter Kulka von daßertreinneunzig mittlerweile zum Stadtbild von Dresten dazugehört und ich glaube es war eben auch die Aufgabe für die Planer dafür Sorge zu tragen das da auch der Erweiterungsbau dementsprechend gerecht wird.

00:02:48: Der Bund der Steuerzahler hält das Projekt nach wie vor für überdimensioniert.

00:02:53: Dass der Landtag modernisiert werden muss, das ist zwar auch dort unstrittig.

00:02:57: Die Größenordnung die das Projekt nun hat, ist den Steuerzahlern aber eigentlich nicht zu vermitteln heißt es dort.

00:03:03: Der Bund fordert deshalb während der langen Bauzeit immer wieder zu prüfen was wirklich nötig ist und wo sich gegebenenfalls noch sparen lässt.

00:03:13: Sachsen will die Stromnetze im Freistaat besser schützen.

00:03:16: Vor gut einer Woche hatte es ja mehrere Anschlagsversuche in Ostsachsen gegeben.

00:03:21: Die Polizei hat insgesamt einundzwanzig Sprengvorrichtungen an Hochschwannungsleitungen entdeckt, ähnliche Angriffe auf die Stromnetze gab es auch in anderen Bundesländern und nach einer bundesweiten Fahndung wurde in Neutran Westfalen schließlich ein Achtundvierzigjähriger festgenommen der für die Sabotageakte verantwortlich sein soll.

00:03:39: Innenminister Armin Schuster beschreibt dessen Vorgehen so

00:03:42: Die Abschussvorrichtung waren so, dass man es schafft einen längeren Draht der dazu dienen soll Kurzschlüsse zu erzeugen über eine Hochspannungsleitung zu ziehen.

00:03:50: Wie wäre das Szenario gewesen wenn er erfolgreich gewesen wäre?

00:03:54: Die Distanzen, die Mengen?

00:04:11: geht das alles ohne Unterstützung.

00:04:12: Ich weiß es nicht.

00:04:13: Er beschreibt ja macht's alleine aber was heißt das schon?

00:04:15: Jetzt bin ich jetzt nicht ganz unerfahren im Lesen von Bekennerschreiben und die Tatmotivation kommt in diesem Schreiben extrem knapp weg.

00:04:22: Es ist alles mysteriös irgendwie dass er es handschriftlich macht mit voller Adresse und Namen als wenn er gefangen werden wollte.

00:04:28: wer sagt uns nicht dass der einen Auftrag hatte von wem auch immer?

00:04:30: So oder so sollen die Stromnetze nun besser geschützt werden.

00:04:34: Kraftwerks- und Netzbetreiber sollen die Möglichkeit bekommen, das Umfeld ihrer Anlagen per Video zu überwachen.

00:04:40: Zudem wird geprüft ob sie auch selbst bei der Drohnenabwehr aktiv werden können also drohnen abschießen dürfen.

00:04:47: Energieminister Dirk Panther.

00:04:48: In

00:04:48: der Vergangenheit war unser Energienetz

00:04:51: auf Havarien ausgerichtet, also

00:04:53: sprich

00:04:53: die Verhinderung von Havarin oder die schnelle Behebung von Havorin.

00:04:56: Wenn man jetzt

00:04:56: aber mal schaut ist die

00:04:57: Lage eine andere.

00:04:58: wir haben

00:04:58: Angriffe

00:04:59: von inländischen Terroristen und ich denke

00:05:00: so muss man das auch benennen oder auch von feindlichen staatlichen

00:05:04: Einrichtungen.

00:05:04: Das ist ein völlig neuer Blickwinkel auf die Dinge.

00:05:07: Der Versorger Sachsen-Energie und der Netzbetreiber Fünfzig Hertz halten zudem bestimmte Transparenzpflichten für bedenklich.

00:05:14: Wer etwas über unsere Stromnetze herausfinden will, da muss im Internet gar nicht lange suchen – denn dort sind alle wesentliche Informationen öffentlich verfügbar!

00:05:23: Noch einmal in den Minister Schuster.

00:05:24: Standortdaten, Netzverbindungen, Leistungen… Alles was du übers deutsche Stromnetz wissen möchtest findest du dort?

00:05:32: Auch Schuster teilt die Bedenken der Betreiber, dass bei der kritischen Infrastruktur manches zu transparent ist.

00:05:39: Die Entscheidungen dazu liegen aber in Berlin und Brüssel – so der Innenminister.

00:05:44: Hundertprozentigen Schutz für die Stromnetze wird es nicht geben, dafür ist das einfach zu groß.

00:05:49: Allein das Unternehmen Sachsennetze betreibt rund twenty-fünfentausend Kilometer Stromnetz, vierundfünftig Umschwannwerke und mehrere tausend Umspannenstationen.

00:05:59: Mit Netzstrom kommt auf mehr als siebzig Tausend Kilometer Stromleitungen in Sachsen und drei weiteren Bundesländern.

00:06:06: Und das Hochspannungsnetz von Fünfzig Hertz umfasst weitere Zehntausend Siebenhundert Kilometer in Nord- und Ostdeutschland.

00:06:13: Wir bleiben beim Thema Energieversorgung, denn die Lausitz soll in den nächsten Jahren zu einem der wichtigsten Zentren für erneuerbare Energien in Deutschland werden.

00:06:23: Deshalb wird dort – wo vor zwei Jahren noch Kühltürme des Braunkohlekraftwerks Boxberg standen – nun einer der größten Batteriespeicheres des Landes gebaut.

00:06:32: Die Gigabatterie Boxberg soll Schwankungen bei Wind- und Solarenergie ausgleichen und kann rein rechnerisch rund sixhundertvierzigtausend Haushalte Vier bis sechs Stunden lang mit Stromversorgen.

00:06:44: Toreif Stürmer vom Energieunternehmen Lerk.

00:06:46: Wir haben in der letzten Zeit einen Riesenboom erlebt, vom Zubau von erneuerbaren Energien, Wind und Sonne vor allen Dingen.

00:06:54: Und haben auch feststellen müssen, dass das zwar eine Menge von Energie ist, die aber nicht immer zur Verfügung steht.

00:07:01: Insofern sind jetzt große Batteriespeicher ein Zeichen derzeit damit wir ... wenn Wind und Sonne gerade nicht da sind, dass wir also sozusagen einen Ausgleich schaffen zum vollartilen erneuerbaren Strom.

00:07:18: Denn schon heute erzeugen Solaranlagen oder Windräder häufig sehr viel mehr Strom als wir gerade brauchen.

00:07:24: Und statt die Windräde in solchen Phasen anzuhalten oder Strom zu Minuspreisen zu verkaufen ist es dann natürlich sehr viel schlauer, die Energie zu speichern – in großen Batterien oder als Wasserstoff z.B.. Darauf zugreifen kann man dann zu den Zeiten, in denen gerade kein Wind weht und auch nicht die Sonne scheint.

00:07:42: So sind dann auch die erneuerbaren Energien rund um die Uhr verfügbar.

00:07:46: Unser Gesamtziel ist, die Leag durch die Transformationen zu führen.

00:07:51: Im Jahr von dem Jahr zwei Tausend Achtund Dreißig wird ja die Bronzkohleverstromung im Boxberg abgelöst werden.

00:07:56: Und wir wollen, weil Energie unsere DNA ist natürlich auf dem Energiestandort Boxberg weiter bestehen Und deswegen sind große Speicherkapazitäten essentiell.

00:08:07: Auch wir sind ja im Augenblick dabei, Photovoltaikanlagen und Windanlagen in Betrieb zu nehmen.

00:08:15: Wir gehen also davon aus dass das Hand-in-Hand geht, dass erneuerbare Energien auch sicher zwischengespeichert werden für die Zeit wenn sie gebraucht werden, wenn sich auch das Netz stützen können und dazu natürlich auch als sicheres Backup Gaskraftwerke die Wasserstofffägen, die wir auch bauen wollen.

00:08:33: Die

00:08:33: Pläne der Leag sehen insgesamt Investitionen von mehreren Milliarden Euro vor.

00:08:38: Damit verbunden sind auch neue Arbeitsplätze in der Region.

00:08:41: Natürlich werden es nicht so viele Arbeitsplätzen sein wie zur Hochzeit der Bronco- und Verstromung, aber wir gehen schon von deutlich über tausend Arbeitsplätzen aus.

00:08:53: die wird dann bei der Leage immer noch den Bereichen erneuerbaren, in dem Bereich Kraftwerke und bei den Speichern haben.

00:09:02: Und hinzukommen ja auch noch Dienstleistungen, die also auch Arbeitsplätze schaffen bzw erhalten

00:09:08: werden.".

00:09:08: Der Batteriespeicher-Inboxwerk soll Mitte des nächsten Jahres fertiggestellt sein und nach einem Probebetrieb Ende twenty-sevenundzwanzig ans Netz gehen.

00:09:18: In Leipzig gibt es nächste Woche eine kulinarische Premiere.

00:09:23: Am Mittwoch eröffnet am Hauptbahnhof das Robins, das erste vollautomatisierte Roboter-Restaurant Deutschlands.

00:09:30: Geschätzführer Florian Schneider.

00:09:32: Simpel gesagt funktioniert es wie ein großer Thermomix nur dass der eben vier Meter breit und drei Meter tief ist.

00:09:38: in dieser Box ist ein integrierter großer Kühlschrank indem die Zutaten lagern.

00:09:43: dann gibt es acht Induktionskochfelder und eine Spülmaschine.

00:09:47: Und in dem Roboter sind zwei Roboterarme, die sich einen Topf holen.

00:09:51: Je nach Rezeptur eben an den Kühlschrank rangehen und sich dort aus den einzelnen Fächern die Zutaten holen, dann stellt der Roboter den Topf auf das Induktionskochfeld.

00:10:01: Wenn neue Zutatten kommen werden sie nachgefüllt und wenn das Essen dann fertig ist wird der Topf in einer Bull gelehrt und dann ist das Essen fertig!

00:10:10: Kochroboter gibt es schon einige in Deutschland.

00:10:12: Die helfen in der Regel aber eher hinter den Kulissen mit, in Großkantinen zum Beispiel.

00:10:18: Das Leitziger Restaurant ist nun das erste, indem ein Roboter die Speisen direkt an den Gast ausgibt.

00:10:24: Und diese Idee so Florian Schneider passt einfach in die Zeit.

00:10:27: Wir

00:10:27: leben in Zeiten, wo es schwierig ist gute Flächen zu bekommen, wo der Bau eines Restaurants viele hunderttausend Euro kostet.

00:10:34: Man Personal Händeringen sucht und da kann so ein Roboter helfen weil er einfach Personal reduziert und man baut natürlich auch relativ schnell und relativ günstig so einen Restaurant an, weil der Roboter alles mitbringt von der Spülmaschine bis zur Herdplatte.

00:10:47: Pro Schicht gibt es deshalb nur noch einen Mitarbeiter.

00:10:51: Der betreut die Gäste und sorgt dafür, dass dem Roboter die Zutaten für die bestellten Mahlzeiten nicht ausgehen.

00:10:56: Die Befüllung und das Reinigen des Robotters ist schnell gemacht und ansonsten ist er da um sicherzustellen, dass auch alles funktioniert und Gastgeber zu sein.

00:11:04: wir wollen es nicht komplett automatisiert haben.

00:11:06: ich glaube es ist ein bisschen so wie früher am Flughafen als Self-Check in eingeführt wurde und Flugbegleiter da noch standen und gesagt haben was man machen muss.

00:11:16: So sind unsere Mitarbeiter auch da und erklären, was da gerade passiert und helfen wenn es notwendig ist.

00:11:21: Bestellt wird an einem Terminal mit Display wie man das auch schon aus anderen Rassons kennt.

00:11:26: Man bezahlt mit Karte und kann dann direkt zusehen wie der Roboter das bestellte Gericht zubereitet.

00:11:32: Also es wird alles frisch gekocht.

00:11:34: Man sieht diese acht Kochfelder, man sieht wie der Arm sich bewegt und die Zutaten geholt werden.

00:11:39: Ich glaube das ist eine relativ kurzweilige Geschichte bis man dann auf einem Display sieht Mein Essen ist zubereitet und ich kann's abholen.

00:11:46: Aus etwa fünfzehn verschiedenen Gerichten können Gäste zum Start des Robins auswählen.

00:11:51: Es gibt ein Frühstückseingebot mit Porridge Pancakes oder Kaiserschmarrn Später am Tage dann Pasta Asiatische Gerichte oder Currywurst Und natürlich sind auch vegetarische und veganisch weißen im Angebot.

00:12:03: Auf seinen insgesamt acht Induktionskochfädern kann Robin bis zu hundertzwanzig Gerichte pro Stunde zubereiten.

00:12:09: Je nach Komplexität, man kann sich ja vorstellen eine Pasta mit Tomatensauce geht schnell ein asiatisches Gericht mit Schicken und allem was dazu gehört wo noch ein bisschen angekrillt und angerüstet werden muss dauert ein bisschen länger aber in der Regel dauert einen Gericht bei uns zwei bis fünf Minuten

00:12:24: Wenn es gut läuft, mit dem Robbins am Leipziger Hauptbahnhof sollen weitere Roboter-Restaurants folgen.

00:12:30: Und zwar deutschlandweit an Bahnhöfen Flughäfen in Einkaufszentren oder auch in der Nähe von Universitäten zum Beispiel.

00:12:37: Das Konzept könnte aber auch abseits der Großstädte gut funktionieren glaubt Schneider.

00:12:42: Ich kann mir genauso gut vorstellen dass man in Strukturschwache gegen den geht wo wir ja in den letzten Jahren ein gastronomisches Sterben mit verfolgen müssen Genau aus den genannten Gründen, Investment, Personalkosten.

00:12:55: Und man dann eben auch so ein Roboter dort aufstellen kann der... ...vierundzwanzig sieben frische Schweißen zur Verfügung stellt.

00:13:02: Ich finde das ist ein spannendes Thema auch in strukturschwachen Gegenden in Robbins aufzustellen.

00:13:06: In Leipzig wird das Restaurant täglich von zehn bis zwanzig Uhr geöffnet sein.

00:13:11: Das hängt mit den allgemeinen Schließzeiten am Bahnhof zusammen.

00:13:14: An anderen Standorten könnten die Roboter künftig aber auch rund um die Uhr kochen.

00:13:20: Urlaub auf dem Weingut, entspannte Spaziergänge in den Weinbergen oder auch längere Touren über mehrere Tage auf dem sächsischen Weinwanderweg.

00:13:29: Die Weinregionen im Freistaat haben für den Tourismus eine große Bedeutung.

00:13:34: Urlauber haben zuletzt mehr als drei Millionen Übernachtungen im Jahr gebucht und für fast dreihundert Millionen Euro Umsatz gesorgt.

00:13:41: Dabei geben Übernachdungsgäste die speziell wegen des Veins nach Sachsen kommen – im Schnitt elf Prozent mehr aus als andere Reisende!

00:13:49: und Tagesgäste sogar fifty-fünfzig Prozent mehr.

00:13:53: Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klebsch sieht aber durchaus noch mehr Potenzial.

00:13:58: Zum einen das Thema Wein, noch stärker in den Fokus zurücken aufmerksam zu machen, Gäste anzulocken mit dem Genuss im Mittelpunkt zu stellen, weit über Sachsen hinaus für unsere Weinregion zu werben.

00:14:11: Und zum anderen natürlich auch zu kochen.

00:14:13: wo gibt es vielleicht bürokratische Hürden die wir gemeinsam abbauen können?

00:14:17: Sachsen gehört zu den kleinsten Weinanbaugebieten Deutschlands für Qualität als für große Mengen.

00:14:24: Die Weinlese ist ja gerade in vollem Gange und Klebsch hat vor einigen Tagen auch mal selbst mit angepackt, gemeinsam mit Winzern hat sie an den Steinhängen der Kratzenstufen in Meißen per Hand Trauben gelesen – ein echter Knochenjob!

00:14:37: Jede

00:14:37: Traube muss genau überprüft werden und das weiß man oftmals gar nicht.

00:14:42: Wenn man den Wein genießt dann denkt man an die wirklich schwere Arbeit, die dahinter steckt.

00:14:47: überhaupt nicht

00:14:48: Zu den Zugferden für den Weintourismus gehört der sächsische Weinwanderweg.

00:14:52: Er führt von Pirna über Dresden, Radebeuil Kosswig, Weinböhler Niederau und Meißen bis zum Säuselitzerschloss.

00:15:00: Er ist in sechs Etappen eingeteilt die man als Tagestouren oder auch in längeren oder kürzeren Abschnitten angehen kann.

00:15:07: Es gibt einen Audio-Guide.

00:15:08: mit dem kann man die Strecke und die Weingüter auf eigene Faust entdecken.

00:15:12: Man kann sich aber auch geführten Weinwänderungen ansteßen oder ganz individuelle Weinerlebnisse buchen.

00:15:18: Carla Karl auch, die Sprecherin von Dresden Marketing.

00:15:21: Besonders beliebt ist natürlich die Kombination einer Führung durch die Weingüter

00:15:26: mit

00:15:27: Weinproben.

00:15:28: Es ist aber auch interessant für Menschen, die jetzt sagen ich trinke keinen Alkohol oder Familien denn im sächsischen Weinenanbaugebiet

00:15:34: gibt

00:15:35: es auch alkoholfreie Versionen und auch Säfte, die speziell für Kinder gut gemacht sind.

00:15:42: An diesem Wochenende sind übrigens das Federweißer Fest auf Schloss Wackerbad und die Federweissermeile in dies bei Säuslitz.

00:15:49: Außerdem feiert Pirna sein Weinfest im Klosterhof, und am nächsten Wochenende folgen unter anderem die Weinfeste in Pesterwitz, Radeboil und Meißen.

00:15:59: Und zum Schluss blicken wir noch kurz auf eine bemerkenswerte Wahl!

00:16:03: Nein, nicht auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

00:16:05: Die ist hinlänglich besprochen worden auf allen Ebenen in dieser Woche, sondern auf die Bürgermeisterwahl im Nebelschütz in der Oberlausitz.

00:16:14: Die war auch am letzten Sonntag und der einzige Kandidat hat verloren.

00:16:19: Klingt einigermaßen kurios?

00:16:20: Ist es auch!

00:16:21: Er stand nämlich nur ein einziger Kandidaten auf dem Wahlzettel – Thomas Klar So mit Schien vor der Wahl ziemlich klar, dass Thomas klar gewählt werden würde.

00:16:30: Nun gibt es aber eine Regel im sächsischen Wahlrecht die da lautet wenn nur ein einziger Kandidat zur Wahl steht dann kann man auch einfach jemand ganz anderen wählen also einen ganz anderen Namen auf den Stimmzell schreiben.

00:16:43: und das haben die Wähler in Nebeschütze am letzten Sonntag tatsächlich ein ums andere mal getan.

00:16:48: Zweihundertdreiundsechzig schrieben Mirko Domasche auf ihren Stimmzettel.

00:16:52: Für den eigentlichen Kandidaten, Thomas Klar, konnten sich nur zweihundertsechs und dreißig der Wähler begeistern.

00:16:58: Das waren knapp zweihundvierzig Prozent der abgegebenen Stimmen.

00:17:02: Thomas Klar war damit im ersten Wahlgang nicht gewählt.

00:17:05: Mirko Dommasche allerdings auch nicht!

00:17:08: Denn er kam auf knapp siebenundvierzig Prozent der Stimmen.

00:17:11: Und das reicht auch nicht, denn im ersten Wahlgang braucht ein Kandidat die absolute Mehrheit also mehr als fünfzig Prozent der Stimmen.

00:17:18: Damit dürfen die Menschen in Nebelschütz nun am siebenundzwanzigsten September noch einmal an die Wahluhrne.

00:17:23: beim Verwaltungsverband heißt es so einen Wahlgang haben wir auch noch nie erlebt.

00:17:28: zudem kann sich auch niemand daran erinnern dass in Nebelschutz jemals ein zweiter Wahlgang nötig war.

00:17:35: Das war Wilken Der Sachsen Podcast mit News Enker Hajo Wilken.

00:17:41: Dieser Radio-PSR Original Podcast ist eine Produktion von RegioCast, deutsches Radiounternehmen.

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