Folge vom 14.08.2026 – Hitze bremst Wachstum, Landwirte passen sich an, Camping, Christstollen, Schulstart

Shownotes

An heißen Sommertagen werden viele Jobs zur Qual. Jeder Tag mit 35 Grad kostet allein die sächsische Wirtschaft 45 Millionen Euro. Auch die Landwirtschaft muss sich an heißere Sommer anpassen – Soja und Lavendel sind auch in Sachsen im Kommen. Jetzt schon im Weihnachtsstress – bei den Dresdner Bäckern duftet es schon nach Christstollen. Neues Schuljahr, alte Probleme – noch immer fehlen Lehrer in Sachsen.

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00:00:01: Hallo und willkommen zurück aus der Sommerpause.

00:00:11: Ein Sommer, der etliche Rekorde gebrochen hat!

00:00:14: Der Juni-und der Juli waren in Westeuropa so heiß wie noch nie.

00:00:18: Vor der Küste Mallorcas wurden Wassertemperaturen von mehr als thirty drei Grad gemessen.

00:00:23: In Leitzig legte die Hitze den Straßenbahnverkehr für mehrere Tage lahm.

00:00:27: In Südeuropa branden und brennen immer noch die Wälder.

00:00:31: In Dresden dümpelt die Elbe bei einem halben Meter vor sich hin, auch andere Flüsse in Europa führen deutlich zu wenig Wasser mit erheblichen Folgen für die Schifffahrt, die deutlich weniger Waren transportieren kann oder auch für die Stromproduktion denn mehrere Länder mussten ihre Atomkraftwerke herunterfahren oder die Produktion stark drosseln weil sie ihre Atmkraftwerken nicht mehr richtig kühlen konnten.

00:00:53: Die Hitze-Tage kosten mittlerweile Milliarden.

00:00:56: Allein in Sachsen kostet jeder Tag mit thirty-fünf Grad die Wirtschaft rund forty-fünftig Millionen Euro.

00:01:02: Das haben Experten der Prognos AG berechnet, das ist ein Forschungs- und Beratungsunternehmen mit Sitz in Basel.

00:01:08: Projektleiter Lukas Sander.

00:01:10: Der mit Abstand größte Faktor sind die Produktivitätsverluste, weil Menschen bei Hitze einfach weniger effektiv arbeiten.

00:01:16: Weil sie mehr Pausen brauchen und mehr Fehler machen.

00:01:19: Dazu kommen dann noch Kosten, die durch Unfälle oder Durchkrankmeldung entstehen.

00:01:23: da lässt sich tatsächlich ziemlich eindeutig nachweisen dass sowohl Arbeitsunfälle als auch Krankmeldungen an so einem Hitzetag ansteigen.

00:01:29: Je höher die Temperaturen, desto höher sind auch die wirtschaftlichen Einbußen.

00:01:33: Das geht schon bei Temperaturen über sechsundzwanzig Grad los.

00:01:36: Bei einem Tag mit mehr als dreißig Grad summieren sich die Verluste der deutschen Wirtschaft auf rund vierhundertdreißig Millionen Euro.

00:01:43: Bei fünfunddreizig Grad ist es schon fast eine Milliarde pro Tag!

00:01:47: Was wird gar nicht in der Untersuchung mit berücksichtigt haben?

00:01:50: Sind zum Beispiel steigende Energiekosten, die entstehen weil Gebäude oder Produktionsprozesse stärker gekühlt werden müssen.

00:01:57: was wir auch nicht mit einbezogen haben sind eben Schäden, die an Verkehrsinfrastruktur beispielsweise entstehen.

00:02:02: Also an Gleisen, die sich verformen an Straßen und Autobahnen wo der Beton einfach kaputt gegangen ist und aufgeplatzt ist.

00:02:08: Das verarbeitende Gewerbe ist von Hitze-Tagen besonders stark betroffen.

00:02:12: das liegt einfach daran dass dort sehr viele Menschen arbeiten die bei dreißig Grad und mehr nun einmal fast alle irgendwie durchhängen.

00:02:19: Wenn man es mal versucht auf eine Person runterzubrechen dann zeigt sich die größte Betroffenheit in Branchen die eine hohe körperliche Belastung besitzen zum Teil auch draußen durchgeführt werden.

00:02:29: Das sind dann also Branchen wie die Landwirtschaft, die Bauwirtschaft.

00:02:32: wo wir aber auch sehr große Kosten sehen ist der Gesundheits- und Pflegebereich.

00:02:37: Auf einen Hitze Tag folgt in diesem Sommer häufig ja auch eine tropische Nacht Also Nächte die schlicht viel zu warm sind um so schlafen zu können dass man am nächsten Morgen tatsächlich wieder ausgeruht zur Arbeit gehen kann.

00:02:49: Vermutlich werden bei uns seine Gedanken gewöhnen müssen künftig mehr Klimaanlagen im Gebäude einzubauen.

00:02:54: Aber das hat dann natürlich aber wieder ganz andere Wechselwirkungen, beispielsweise in Bezug auf den Energieverbrauch.

00:03:00: Und deswegen ist es total wichtig sich mit vielen verschiedenen kleinen Maßnahmen auf einer gesamtsystemischen, gesamtgesellschaftlichen Ebene an diese Hitze anzupassen weil nur mit einer Maßnahme oder nur in einem Bereich werden wir sie einfach nicht

00:03:10: schaffen.".

00:03:12: In diesem Anpassungsprozess befindet sich seit einiger Zeit auch schon die sächsische Landwirtschaft.

00:03:17: Die Böden im Freistaat werden immer trockener lange Phasen in denen so gut wie gar kein Regenfeld immer häufiger.

00:03:23: Die Probleme der Bauern beginnen aber nicht erst mit heißen Sommertagen, sondern schon deutlich früher im Jahr.

00:03:28: So Andreas Janel vom Landesbauernverband Wir haben in früher eine Situation wo oft wenig Niederschlag über den Winter gefallen ist.

00:03:36: die Schneeschmelze bringt nicht viel Feuchtigkeit in Boden Und dann kommen wir in eine ausgeprägte Frühsommerdrockenheit.

00:03:42: Die kennen wir schon seit vielen Jahren, aber die prägt sich in den letzten Jahren doch immer deutlicher aus!

00:04:04: Soja hat ein höheres Wärmebedürftes und das höhere Wärmelbedürften ist, wird natürlich in gewisserer Sicht befriedigt.

00:04:10: Soja aber auch seine Ecken und Kanten und braucht zur richtigen Zeit Wasser und wenn dort das Wasser nicht kommt dann ist die Kultur auch nicht die

00:04:18: richtige.".

00:04:18: Soja ist also keine Wunderfrucht – Aber eine gute Möglichkeit für Bauern ihr Risiko auf mehrere Pflanzen zu verteilen!

00:04:25: Der mehrere Kulturen anbaut der kann hoffen zumindest in Teilen eine gute Ernte einzufahren.

00:04:31: Hinzu kommt, Deutschland deckt bisher nur etwa drei Prozent seines Sojabedarfs durch heimischen Anbau.

00:04:37: Gleichzeitig wächst die Nachfrage!

00:04:39: Auf der einen Seite ist es eine sehr gute Eiweißpflanze, die in der Tierernährung eine sehr guter Rolle spielen kann.

00:04:44: Sie kann aber gleichzeitig auch für die menschliche Ernährung sehr gut genutzt werden.

00:04:48: Jeder kennt die Soja-Getränke und die Verwertung.

00:04:50: als Tofu ist es gut geeignet.

00:04:52: Da probiert man diese Kultur natürlich auch im Anbau.

00:04:57: Auch Sonnenblumen, Faserhanf, Kinoa oder Amaranth findet man immer häufiger auf den sächsischen Feldern und Äckern.

00:05:03: Weil sie mit Wärme und Trockenheit besser zurechtkommen!

00:05:06: Und in der Oberlausitz blüht seit einigen Jahren schon der Lavendel.

00:05:10: Die Agrargenossenschaft See bei Nieski hat mit der Pflanze schon im Jahr-Zwanzig auf dem Klimawandel reagiert.

00:05:16: Lavendl ist widerstandsfähig und braucht wenig Wasser.

00:05:19: Aus dem Blüten entsteht inzwischen eine ganze Produktpalette.

00:05:23: Betriebchef Andreas Graf.

00:05:24: Wir stellen in Naturkosmetik aus Lavendel her und Lebensmittel.

00:05:28: Von der Lavendelsalami, die super ankommt über eine Lavendelpratwurst, Lavendellkäse, über eine Labendelschokolade, eine dunkle und eine helle Prause geht sehr gut!

00:05:37: Lavendelleis haben wir am Angebot.

00:05:39: Lavendelnbier seit Neuestem... Die Agrargenossenschaft hat aus der Not also eine Tugend gemacht und sich damit sogar komplett neue Geschäftsfäder erschlossen.

00:05:47: Denn wenn in der Lausitz der Lavender blüht wie sonst eher in der Provence in Frankreich dann lockt das auch viele Besucher an An manchen Wochenenden bis zu dreitausend.

00:05:56: Wir hatten dann Anfragen von Busunternehmen, wo wir sagen macht ihr bedurdet ihr sowas so auf anbieten und da haben wir natürlich eine Scheune noch dazu unsere Lavendelscheune, wo man dann auch Kaffee in den Kuchen anbieten können sich ordentlich gemütlich reinsetzen kann mit Klick auf das Lavendelfeld und es kommt eigentlich sehr gut an und ist jetzt ein Selbstläufer.

00:06:13: Zur blühte Zeit werden täglich bis zu zwei Führungen auf den Feldern angeboten.

00:06:17: zudem kann man Kurse besuchen und dort unter Anleitung sein eigenes Lavendelöl herstellen.

00:06:22: Das Lavendelprojekt hat sich damit deutlich besser entwickelt als anfangs gedacht und ist zu einem wichtigen Standbein für die Agrargenossenschaft geworden.

00:06:29: Künftig will sie deshalb noch mehr Lavendeln anbauen, allein in diesem Jahr werden rund dreißigtausend neue Pflanzen in den Boden gesetzt.

00:06:38: Die Sommerferien haben in Sachsen auch wieder viele Urlauber angelockt.

00:06:41: vor allem mehr Campingfreunde entdecken den Freistaat für sich Denn Sachsen bietet genau das was viele suchen sagt Rebecca Schwert.

00:06:50: Sie hat für den Sächsischen Tourismusverband eine Studie zum Campingurlaub in Sachsen gemacht.

00:06:54: Natur, Erholung, Flusslandschaften auch mal ein bisschen Kultur, Radfahren wandern diese Mischungen aus allem das ist so was Campinggäste gerne machen und da hat Sachsen eine super Ausgangsposition für Camping-Urlaub.

00:07:14: Denn Campinggäste erwarten deutlich mehr als einen x-beliebigen Platz, auf dem sie erzählt aufbauen oder ihren Wohnwagen abstellen können.

00:07:42: Bundesweit fand im letzten Jahr jede elfte touristische Übernachtung auf einem Campingplatz statt.

00:07:47: Sachsen hinkt da noch hinterher, die Branche boomt aber auch bei uns!

00:07:51: Seit Jahren entwickelt sich Camping deutlich stärker als der gesamte Urlaubsmarkt und davon profitieren nicht nur die Platzbetreiber – auch insgesamt bringt jeder Campinggast mehr zusätzlichen Umsatz in die Region.

00:08:03: Sachsens Landtags- und Tourismuspräsident Alexander Dirks Jemand, der ein Euro für Camping ausgibt lässt ungefähr noch mal elf Euro in die Region für den Einzelhandel Gastronomie in den Kultureinrichtungen und verschiedensten Freizeitangeboten, die die Regionen ansonsten zu bieten haben.

00:08:19: Insofern ist Camping einfach auch einen Beitrag zur touristischen Wertschöpfung hier im Freistaat.

00:08:24: Camping ist ein bedeutender Wachstumsmotor für den Tourismus, sagt auch Tourismusministerin Barbara Klebsch.

00:08:37: Davon können vor allem die ländlichen Regionen weiter profitieren wenn es gelingt die Angebote weiter zu verbessern und auch besser zu vermarkten damit Sachsen von noch mehr Menschen als Campingland wahrgenommen wird.

00:08:50: Und woran haben wohl die wenigsten gedacht in den zurückliegenden heißen Wochen?

00:08:55: Naja zum Beispiel an Christstollen.

00:08:58: Die Dresdner Stollenbecker haben dennoch schon mit der Produktion begonnen.

00:09:02: Bei Außentemperaturen von thirty-six, thirty-seven oder sogar forty Grad haben sie ihre Öfen angeworfen um eine Spezialität zu backen die am besten schmeckt wenn es draußen knackig kalt ist.

00:09:13: Dass die Stollenproduktion so früh beginnt übrigens in jedem Jahr.

00:09:17: das hat mehrere Gründe.

00:09:19: zum einen ist es schlicht die Menge an Stollen die geliefert werden.

00:09:22: Betriebe die große Stückzahlen für den Einzelhandelbacken müssen halt jetzt schon anfangen um alle Aufträge rechtzeitig abzuarbeiten.

00:09:29: Zudem haben viele Stollen aus Dresden auch noch eine lange Reise vor sich.

00:09:32: Caroline Marschadeck vom Stollenverband.

00:09:35: Backstuben, die zum Beispiel nach Amerika Stollen verschicken, müssen jetzt schon anfangen zu backen damit einfach die Lieferungen rechtzeitig ankommen.

00:09:44: Christstollen aus dresden sind auch in vielen anderen Ländern beliebt.

00:09:47: bei unseren Nachbarn in Österreich der Schweiz in Polen oder Tschechien ist die Nachfrage schon seit Jahren groß.

00:09:53: Aber wie wir erfahren haben, ist in Japan der Stollen gerade absolutes Trendgebeck.

00:09:59: Insofern gehen wir davon aus, dass sich in diesem Jahr natürlich auch viele Stollen nach Japan auf den Weg

00:10:04: machen.".

00:10:05: Dem Schutzverband Dresdner Stollen gehören derzeit fast hundert Betriebe an.

00:10:08: Im letzten Jahr haben sie nach Angaben ihres Verbandes rund fünf Millionen Chris-Stollen verkauft.

00:10:13: Neben den USA oder Japan gehört zum Beispiel auch Neuseeland zu den Absatzgebieten.

00:10:19: Dabei ist der Stollen nicht nur eine Leckerei, die sich auch in anderen Ländern immer besser verkauft.

00:10:24: Er ist auch ein wichtiger Botschafter für Dresden und wird in dieser Saison unter anderem in Warschau, Wien und Salzburg präsentiert – und nicht nur dort!

00:10:32: Wir sind eingeladen zum German Food Market nach New York und präsendieren dort das sächsische Traditionsgebeck im Rahmen einer Präsentation für das Reiseland Deutschland und hier ganz speziell Dresdner Elbland.

00:10:46: Wenn die New Yorker also Gefallen finden am Dresdner Stollen, dann reisen sie vielleicht sogar einmal hierher zu uns nach Sachsen um zu sehen was sie Region sonst noch so zu bieten hat.

00:10:55: Kultur, Natur und Geschichte zum Beispiel!

00:10:58: Und natürlich den Dresder Streetzelmarkt mit dem Stollenfest am fünften Dezember.

00:11:04: Der Zoo Leipzig hat sich in den letzten twenty-fünf Jahren komplett gewandelt.

00:11:08: Pongoland, Tigerteiga, Gondwarnerland – ein modernes Aquarium.

00:11:13: Viel hat sich entwickelt seit das Konzept vom Zoo der Zukunft im Jahr zweitausend beschlossen wurde.

00:11:18: Jetzt ist der nächste Meilenstein fertig!

00:11:20: Im September wird die neue Wasserwelt Feuerlande eröffnet.

00:11:23: Zehntausend Quadratmeter groß, Herzstück ist ein riesiges Becken mit fünf Millionen Litern Wasser.

00:11:30: Es gibt Strandabschnitte und Schroffe Felswände Zudirektor Jörg Junhold.

00:11:35: Wir werden Leittierarten haben, das sind die Pinguine, die Meerespelikane also ein Seevogelbereich und natürlich dann unsere Seelöfen im Tiefwasser.

00:11:43: Und die große Attraktion ist ein hundert Meter langer Unterwasserweg der am Ende mit einer dreihundertsechzig Grad Röhre endet wo also die Tiere ringsherum schwimmen können.

00:11:51: Mehr als fünf Jahre haben die Bauarbeiten im Feuerland gedauert.

00:11:55: jetzt sind sie in den letzten Zügen.

00:11:56: heißt Die Landschaft wird gestaltet Techniken Betrieb genommen und die Tiere ziehen ein.

00:12:01: Unsere fünf Seelöfen sind gerade umgezogen.

00:12:04: Vom der alten Anlage in die neue Anlage, sie werden noch aufgestockt.

00:12:08: wir werden also mit neun großen Seelöffen eröffnen und siebzehn Pinguine sind aus Karlsruhe bei uns eingetroffen.

00:12:14: Bis zur Eröffnung sollen rund siebzig Pinguinen aus mehreren deutschen Zoos in die Neue Themenwelt umgesiedelt werden.

00:12:20: auch drei hoch bedrohte Arten werden im Feuerland leben der winzige Darwin-Nasenfrosch, der südliche Flussotter in abgelegenen Freuchtgebieten ums Überleben kämpft und der Humboldt-Pinguin dessen Brutkolonien an der zerklüfteten Pazifiküste massiv unter Druck stehen.

00:12:39: Auch eine Tribüne gehört zum Feuerland Areal.

00:12:42: dort können Zoobesucher den Leipziger Seelöfen beim Training zu sehen.

00:12:47: Am Montag geht in Sachsen die Schule wieder los.

00:12:50: Knapp und dreißigtausend Erstkläster werden an diesem Wochenende eingeschult, das sind etwa siebenhundert weniger als vor einem Jahr.

00:12:56: Trotzdem bleibt die Lage bei den Lehrkräften angespannt, so Kultusminister Konrad Clemens.

00:13:02: In der Grundschule brauchen wir weniger Lehrkräfte.

00:13:04: perspektivisch an den Oberschulen wird es schon noch länger so bleiben dass wir Lehrkräfteprauchen insbesondere diese Jahrgänge, zwanzig achtzehn-zwanzig neunzehn waren sehr starke Jahrgänger und die sind schon eine Weile in der Schule.

00:13:15: das muss man schon so sehen.

00:13:17: Gerade an den Oberschulen ist in den letzten Jahren regelmäßig viel Unterricht ausgefallen.

00:13:21: darauf hatte Clemens schon im letzten Schuljahr mit Abordnungen reagiert.

00:13:25: Tausende Lehrer wurden also von ihrer Schule zumindest zeitweise abgezogen, um an anderen Schulen auszuhelfen.

00:13:32: Das hat an bestimmten Schulen dazu geführt dass weniger Unterricht ausgefallen ist.

00:13:36: Hat ein anderer aber auch Lücken gerissen sagt Burkat Naumann von der Bildungsgewerkschaft GEW.

00:13:41: Es gibt Schulen, da ist natürlich der Bedarf immens hoch und das Problem wurde lange Zeit verschlafen.

00:13:47: Überall wo Lehrkräfte weg abgeordnet werden.

00:13:49: Fähnen die auch an Gymnasien, an Grundschulen, wo sie auch entscheidend sind?

00:13:53: Und das Problem sehen wir jetzt gerade an allen Schulen in Sachsen.

00:13:56: Clemens will in diesem Schuljahr trotzdem noch mehr Lehrer abordnen.

00:14:00: Die, die wir an den Schulen haben müssen wir gerechter verteilen als bisher sagt er – und er verspricht Es ist diesmal gelungen, dass deutlich klarer ist.

00:14:08: An welcher Schule bin ich jetzt diese Woche und wie viele Tage?

00:14:11: Wie viele Stunden muss sich an eine andere Schule gehen?

00:14:13: Der Weg dieser Abordnungen wird weitergehen Und ich sehe da angesichts des Einstellungsverfahrens auch keinen Weg, wie das in Zukunft anders werden soll.

00:14:21: Für das kommende Schuljahr hat Sachsen bislang gut neunhundert Lehrerinnen und Lehrer neu eingestellt.

00:14:26: Die meisten von ihnen sind grundständig ausgebildet nur gut einhundertfünfzig Seiteneinsteiger.

00:14:31: Ein Großteil der Studienabgänger bewahrt sich allerdings für eine Stelle im Raum Leipzig oder Dresden.

00:14:37: Auf Leipzig empfehlen sogar einundfünfzig Prozent aller Bewerbungen.

00:14:41: Deswegen ist es uns auch nicht gelungen, alle Leipziegerabserventen für einer Stelle im Rest von Sachsen zu begeistern.

00:14:48: Ich möchte aber sagen dass alle Absolventen mehrere Angebote bekommen haben Angebote die sie dann zum Teil ausgeschlagen haben.

00:14:56: Michael Jung vom Lehrerverband wundert das nicht.

00:14:59: Wer mehrere Jahre in Leipzig oder Dresden studiert hat, wer sich dort einen Freundeskreis aufgebaut hat – vielleicht sogar eine Familie -, der ist eben nicht unbedingt bereit für den Job dort alle Zelte wieder abzubrechen.

00:15:10: Jungen Menschen von heute auf morgen ohne Vorbereitung zu verschicken finde ich natürlich taktisch falsch als im Mitbeginn des Lehramtsstudiums hätte dort eine ganz klare Ansorge erfolgen müssen.

00:15:20: das wäre aus unserer Sicht der richtige Weg wenn man bereit wäre wirklich mit den Leuten zu sprechen.

00:15:25: Obwohl es weniger Erstlässer gibt, steigt die Zahl der Schüler in Sachsen insgesamt sogar leicht an.

00:15:30: Und fivehundertundzwanzigtausenddreihundert werden es im neuen Schuljahr sein.

00:15:35: Da kann die Zahl den neuen Lehrer bei weitem nicht mithalten, sagt Bookard Naumann von der GEW.

00:15:39: Die Neu-Einstellungen sind weit unter dem was wir tatsächlich im Frühsystem benötigen.

00:15:43: das heißt Wir haben auch im nächsten Schuljahren massiv ein Unterrichtsausfall.

00:15:46: Egal wie man das System verteilt, die Tischdeck ist einfach viel zu kurz.

00:15:49: Tatsächlich bräuchten wir ein paar tausend Lehrkräfte neu um die Unterrichtsabteilung zu schaffen.

00:15:54: Im Unterricht selbst soll sich auch einiges ändern.

00:15:57: Es gibt neue Lehrpläne, die darauf setzen den Schülern die Fähigkeiten zu vermitteln, die sie brauchen um komplexe Aufgaben zu lösen.

00:16:05: Es nützt nichts Dinge nur zu wissen heißt es im Kultusministerium.

00:16:09: wir müssen Sie auch anwenden können.

00:16:11: Auch Demokratie und Medienbildung sollen im Unterricht eine größere Rolle spielen als bisher.

00:16:16: Zudem wird das Handyverbot ausgeweitet.

00:16:19: Im letzten Schulhalbjahr galt es ja schon für die Grundschulen, nun auch für die Oberschulen und Gymnasien bis einstessig Klasse acht.

00:16:26: Noch einmal Minister Clemens.

00:16:28: Handy nicht für den privaten Gerauch im Unterricht sowieso nicht und auch nicht im Schulhof.

00:16:33: Das heißt, Handy bleibt im Spind oder in der Tasche.

00:16:37: Und wenn die Lehrkraft aber sagt wir wollen am Unterricht was mit digitalen Medien nutzen und ihr dürft die Handys mal rausnehmen und wir probieren mal etwas aus dann geht's Von der ersten Klasse an soll jetzt nämlich der Umgang mit digitalen Geräten und Online-Inhalten geübt werden.

00:16:51: Dafür gibt es im neuen Schuljahr einen Medienpass, damit Kinder und Jugendliche in der Schule üben wie sie mit künstlicher Intelligenz und digitalen Medien lernen und recherchieren können.

00:17:01: Die Händis sind ja nicht mehr aus der Welt zu bringen, sondern natürlich wollen wir Schülerinnen und Schülern auch einen Umgang mit den digitalen Medien beibringt.

00:17:07: Also schon bei Erstlössland fangen wir an über die Chancen aber auch über die Risiken von Digitalisierung von sozialen Netzwerken zu

00:17:13: sprechen.".

00:17:13: Für die Klassen siebenundacht wird das Projekt Digitales Selbstlernen eingeführt.

00:17:18: Die Schüler sollen dabei zum Beispiel die Antworten von künstlicher Intelligenz mit ihrem eigenen Wissen abgleichen – und sich so selbst erarbeiten wie sie digitale Geräte richtig nutzen!

00:17:30: Das war Wilken, der Sachsen-Podcast mit Newsenker Haio Wilken.

00:17:36: Dieser Radio PSR Original Podcast ist eine Produktion von Regiocast, deutsches Radiounternehmen.

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