Folge vom 30.04.2026 – Geburtenknick, Hochwasserschutz, Bergwerks-Whisky, Lebensretter-App, Bäcker-Arbeitszeiten
Shownotes
Auch in Sachsen werden immer weniger Kinder geboren. Das hat Folgen für Kitas, Schulen, Krankenhäuser und die Gesellschaft insgesamt. Sachsen spart beim Hochwasserschutz – 80 geplante Projekte liegen vorerst auf Eis. Gesündere Arbeitszeiten in der Backstube - Dresdner Bäckermeisterinnen verzichten auf Nachtarbeit. Frische Brötchen gibt es dennoch.
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00:00:01: Hallo und willkommen zur letzten Folge vor dem Tankrabatt.
00:00:12: Außer der Reihe mal wieder an einem Donnerstag, denn der Freitag, der erste Mai ist ja ein Feiertag!
00:00:18: Mit diesem ersten Mai gilt er also der Tankrabott – die Steuern auf Benzin und Diesel werden gesenkt und zwar um siebzehn Cent pro Liter.
00:00:25: Die Mineralölkonzerne haben versprochen den Rabatt komplett an die Kunden weiterzugeben.
00:00:30: Für wie lange haben sie allerdings nicht erwähnt.
00:00:32: Der letzte Tankrabatt vor vier Jahren, der landete jedenfalls zu großen Teilen als extra Gewinn in den Kassen der Konzerne.
00:00:39: Alle Autofahrer die noch regelmäßig tanken müssen werden das aufmerksam beobachten in den nächsten zwei Monaten denn auf diesen Zeitraum ist der Tankrabott begrenzt.
00:00:49: In Sachsen werden immer weniger Kinder geboren.
00:00:52: Wir stehen damit nicht allein da, die Geburten gehen bundesweit zurück.
00:00:56: Im Osten Deutschlands aber besonders stark und das hat natürlich Folgen für Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser Arbeitsplätze, das Rentensystem und die Gesellschaft insgesamt.
00:01:07: In ganz Deutschland kamen im letzten Jahr nur noch sechshundertfünfzigtausend Kinder zur Welt.
00:01:12: Das waren so wenige wie seit achtzig Jahren nicht mehr.
00:01:15: Gleichzeitig gab es mehr als eine Million Todesfälle.
00:01:18: Das Geburtendefizit war damit so groß wie noch nie in der Nachkriegszeit.
00:01:23: In Sachsen wurden gut und zwanzigtausend Kinder geboren, gut sechs Prozent weniger als im Jahr davor.
00:01:29: Schlechter sah es nur vor mehr als dreißig Jahren aus.
00:01:32: Ninzehundertundundneinzig waren nicht einmal dreiundzwanzig tausend Kindern geboren worden.
00:01:38: Ein Grund damals wie heute Krisenjahre, in denen viele Menschen lieber erst einmal keine Familie gründen.
00:01:45: Heute kommt zur Krise noch hinzu, dass eben auch in den neunziger Jahren schon weniger Kinder geboren wurden.
00:01:51: Und deshalb gibt es heute einfach wenige Frauen um die dreißig also in dem Alter, indem sich Frauen heute im Schnitt für Kinder entscheiden.
00:01:59: Langfristig wird sich der Geburtenrückgang auf den Arbeitsmarkt und das Rentensystem auswirken – doch auch kurz- und mittelfristig ändert sich einiges!
00:02:07: Die Städte schießen Kindergärten und Schulen und die Krankenhäuser ihre Geburtstationen.
00:02:13: In Sachsen gab es Anfang der Neunzigerjahre noch mehr als fünfzig Krankenhäuser mit einer Entbindungstation.
00:02:19: Zuletzt waren es noch gut dreißig und in ein paar Wochen fällt wahrscheinlich die nächste Klinik weg.
00:02:24: Das St.
00:02:25: Johannes-Krankenhaus in Kamenz hatte kürzlich angekündigt, seine Geburtenstation Ende Mai zu schließen wegen der sinkenden Geburtonzahlen.
00:02:33: Im Landkreis Bautzen gebe es dann nur noch zwei Kliniken mit einem Kreissaal – in Bautsen und Heuerswerda.
00:02:39: Noch haben die Carmenzer die Hoffnung nicht aufgegeben, dass aus der Geburtinstation noch verhindern zu können.
00:02:45: Für diesen Freitag ist oder war eine Demo auf dem Marktplatz geplant und zudem haben mehr als achtzehntausend Menschen eine Petition gegen die Schließung unterschrieben.
00:02:54: Nach Ansicht der Krankenhausgesellschaft ist Sachsen allerdings nach wie vor gut mit Geburtsstationen versorgt.
00:02:59: Zwar müssen Schwangere unter Umständen längere Wege in Kauf nehmen, wenn am Ende aber sichergestellt ist das an den verbliebenen Standorten rund um die Uhr qualifiziertes und erfahrenes Personal mit moderner Ausstattung arbeitet dann kann dass die Versorgungssicherheit auch deutlich erhöhen.
00:03:14: heißt es gerade auch bei Notfällen.
00:03:17: Auch bei der AOK Plus heißt es aus qualitativer Sicht Er gibt eine Konzentration von medizinischen Leistungen Sinn, denn die Geburtshilfe ist ein besonders personalintensiver Bereich.
00:03:28: Ärzte und Hebammen müssen dreihundertsechzig Tage im Jahr rund um die Uhr in Bereitschaft sein – das ist aufgrund des Fachkräftemangels und der hohen Fixkosten gar nicht mehr überall möglich!
00:03:40: Zwei-tausendzwei, zweitausendzechs oder zwei tausenddreizehn.
00:03:44: Immer wieder wird Sachsen von schlimmen Hochwasserkatastrophen heimgesucht, die man anfangs noch als Jahrhundertflut bezeichnet hatte – die tatsächlich aber doch sehr viel häufiger vorkommen, als uns das allen lieb sein kann.
00:03:56: Nach der Flut im Jahr Zwei hat er der Freistaat deshalb einen Schutzkonzept für ganz Sachsen entwickelt.
00:04:01: Er sumpt fast siebenhundertfünfzig Maßnahmen, von denen fast sechshundert mittlerweile umgesetzt wurden.
00:04:07: Rund dreieinhalb Milliarden Euro hat das gekostet inklusive Schadensbeseitigung, Geld das aus dem Landeshaushalt kam aber auch vom Bund und der EU.
00:04:16: In den nächsten Jahren steht nun auf allen Ebenen deutlich weniger Geld zur Verfügung.
00:04:20: deshalb will Sachsen auch beim Flutschutz sparen insgesamt mehr als vierhundert Millionen Euro.
00:04:26: Das kann man machen.
00:04:27: ist Umweltminister Georg Ludwig von Breitenbuch überzeugt denn
00:04:31: wir waren noch nie so gut geschützt wie jetzt es eine Generation Aufgabe dieser seit zwei tausendzwei durchgeführt worden ist.
00:04:37: da sieht man auch wenn man durchs Land fährt.
00:04:39: Neben Deichen, Flutschutzmauern und anderen technischen Anlagen setzt der Freistaat auch auf Renaturierungen.
00:04:46: Und darauf Flüsse und Bäche wieder an ihre natürlichen Rückhalterräume anzubinden.
00:04:51: Zudem gibt es inzwischen ein Landeshochwasserzentrum und zusätzliche Messstellen um Vorhersagen-und Warnsysteme zu verbessern.
00:04:58: Auch der Unterhalt dieser Anlagen kostet Geld und darauf wir sich der Freistaat künftig konzentrieren.
00:05:03: Das
00:05:03: sind alles Riesenanlagen, die müssen gewartet werden.
00:05:06: beispielsweise eine Schutzmauer, die dann eben nicht richtig in Stand gehalten wird ist ja eigentlich noch fast eine größere Gefahr als wenn diese Schutzmau im Hochwasserfall nicht da ist.
00:05:15: Und wir müssen uns da ehrlich machen und auch die Diskussion führen was können wir da in Zukunft sicher unterhalten auch?
00:05:21: Und was müssen wir eben dann auch dem Zufall eines Hochwassers auf weiterhin aussetzen.
00:05:25: Rund einhundertdreißig Maßnahmen zum Hochwasserschutz waren bislang noch geplant in Sachsen.
00:05:30: Von denen werden jetzt noch fast fünfzig weiter verfolgt, die anderen achtzig liegen vorerst auf Eis.
00:05:36: Dazu gehört die Erhöhung von Ufermauern an der Gottleuber in Pürner oder auch den Neubau von Schutzdeichmen am Schwarzbach in Bad Düben.
00:05:43: Die sechsundzwanzig Maßnahmen, die bereits im Bau sind will vom Breitenbuch auf jeden Fall fertigstellen.
00:05:49: Zum Beispiel in Döbeln sind mehrere Bauabschnitte schon fertig Der letzte fehlt noch.
00:05:53: das wird auch vollendet.
00:05:55: Zu den etwa fünfzig Projekten, die trotz der Knappenkassen weiterhin umgesetzt werden sollen gehören neue oder höhere Schutzmauern in Dresden-Kardets, Übigao und Altenwichten.
00:06:05: Und auch der Deich an der Mandau in Zittau soll in Stand gesetzt werden.
00:06:10: Alte Bergwerke gibt es viele in Sachsen.
00:06:13: Viele sind verschlossen einige kann man besichtigen und in einem alten Silberbergwerk in Freiberg passiert etwas ganz Besonderes.
00:06:21: Dort reift, fast hundertfünfzig Meter unter der Erde, Whiskey in Holzfässern aus Eiche.
00:06:26: Und das ist etwas ganz Besonderes sagt Michael Esslinger von der Freiberger Whiskey-Manufaktur.
00:06:32: Bei konstant zwölf Grad Außentemperatur und achtundneinzehnt Prozent Luftfeuchtigkeit tritt nämlich aus der Bergwerksluft Wasser ins Fass mit ein.
00:06:45: Das heißt es Volumen nimmt zu, der Whiskey wird dünner.
00:06:48: Weil Whisky der übertage reift, ist es genau anders herum.
00:06:51: Da nimmt das Volumen im Laufe der Zeit ab.
00:06:54: Das Holz der Fässer wird also nicht so stark durchdrungen wie das Holz der fässer in dem alten Stollen.
00:06:59: und diesen Unterschied den schmeckt man.
00:07:01: Man
00:07:01: sagt ja... ...Sechzig Prozent vom Geschmack kommen vom Fass und vierzig Prozent von den Rohstoffen.
00:07:08: Dadurch dass wir Weißweinfässer verwenden stellt sich ein fruchtiger Geschmacksinn in Richtung Nelken, Bümmen, Aprikosenaroma.
00:07:19: Die Freiberger Whiskey-Manufaktur gibt es seit zehn Jahren.
00:07:22: Esslinger ist einer von drei Geschäftsführern.
00:07:24: Früher war er Chef der Freibergabrauerei.
00:07:27: Ja
00:07:27: ich sage immer, der Whisky ist der große Bruder vom Bier.
00:07:31: Wir haben nämlich die gleichen Rohstoffe Malz und Wasser und Hefe.
00:07:37: Der Hopfen gehört zum Bier, bei uns geht es ohne Hopfen weiter und wir haben eine Destillation hinten dran also eine Veredelungsstufe mehr.
00:07:46: Im früheren Silberberg war gereiche Zeche reifen derzeit sechzehn Fässer.
00:07:51: Das ist nicht viel wenn man bedenkt dass es in Deutschland etwa sechs Millionen Menschen gibt die regelmäßig Whiskey trinken.
00:07:56: Als vierzig Millionen Flaschen werden jedes Jahr verkauft.
00:07:59: Nur rund tausend davon kamen zuletzt aus Freiberg.
00:08:03: Aber selbst in anderen Ländern hat man die Spezialität aus Sachsen entdeckt.
00:08:08: Wir haben eine Nachfrage aus China, Energiefirma in Peking.
00:08:13: Die haben jetzt schon mal sechshundert Fleisch bestellt und ich selber fahre wahrscheinlich im Juni mal hin und mache dort dann eine Verkostung mit Peking.
00:08:23: Was genau den Freiberger Whiskey so einzigartig macht und was bei der Reife in dem alten Stollen so vor sich geht, das wird übrigens wissenschaftlich untersucht.
00:08:32: An der TU Bergakademie Freiberg laufen zwei Forschungsprojekte zur Mikrobiologie-Untertage und der Aromabildung.
00:08:41: Bei einem Herzkreislaufkolaps entscheiden nur wenige Minuten über Leben und Tod.
00:08:46: Rettungsfahrzeuge kommen da unter Umständen zu spät, deshalb haben sich in Sachsen mittlerweile Tausende ehrenamtliche Helfer registrieren lassen die im Notfall schneller vor Ort sein können.
00:08:56: Das System funktioniert per App, die die erste Helfer auf ihrem Handy haben.
00:09:00: Bei einem Notfall ortet die App wer sich gerade in der Nähe eines Patienten auffällt und somit sehr schnell zur Stelle sein kann um Hilfe zu leisten.
00:09:08: Maria Reden vom Verein der Lebensretter Dresden-Elbland.
00:09:11: Es müssen professionelle Ärzthelfer sein,
00:09:13: d.h.,
00:09:14: sie müssen auch regelmäßig in Reanimationsmaßnahmen geschult sein.
00:09:18: Minimum Sanitätshelfer und sonst alle die im Gesundheitssystem arbeiten über Pflege-, Rettungssanitäter, Notversanitätern, Ärzte – alle die sozusagen regelmäßige Reanimationen geschult werden.
00:09:32: Zurzeit hat der Verein rund zweieinhalb Tausend registrierte Ersthelfer in Dresden, der sächsischen Schweiz und im Landkreis Meißen.
00:09:39: Viertausend sind das Ziel!
00:09:41: Seit dem Start vor anderthalb Jahren wurden die Helfer schon rund tausend fünfhundert Mal informiert um Patienten zu versorgen.
00:09:47: Man sagt so nach drei bis fünf Minuten, nach einem Herzkreislaufstillstand beginnt das Hirn irreversible Schäden zu nehmen.
00:09:53: Der Rettungsdienst ist im Schnitt zwischen acht bis fünfzehn Minuten vor Ort je nach Gebiet.
00:09:59: Das heißt also innerhalb der ersten drei bis fünfe Minuten sollte schon ein Ersthelfer vor Ort sein um die Erzdruckmassage beginnen zu können.
00:10:06: In etwa der Hälfte aller Fälle bisher waren die Ersthelfern tatsächlich schneller beim Patienten als die Rettungsfahrzeuge.
00:10:13: Größter Knackpunkt dann allerdings, häufig fehlen am Einsatzort sogenannte AEDs.
00:10:19: Also Defibrillatoren die die Überlebenschance eines Patienten noch einmal deutlich erhöhen können.
00:10:24: Aktuell sind nur neun Prozent der Einsätze ein AED vor Ort.
00:10:28: Neun Prozent ist halt extrem wenig.
00:10:31: insgesamt ist halt die AED-Dichte in Deutschland sehr gering.
00:10:34: das große Problem dahin ist das Kostenproblem.
00:10:37: wer bezahlt es?
00:10:38: da müssen wir also dringend nach steuern.
00:10:40: Professionelle Ersthelfer, die mitmachen wollen laden sich die App Region der Lebensretter runter.
00:10:46: Dort kann man sich dann registrieren und seinen Qualifikationsnachweis hochladen.
00:10:50: Und nach der Bestätigung ist man auch schon einsatzbereit.
00:10:55: Becker ist ein schöner kreativer Beruf.
00:10:58: Die Arbeitszeiten allerdings mitten in der Nacht sind für die meisten Menschen die Hölle.
00:11:03: Denn wer nachts in der Backstube steht, der verschläft entweder weite Teile des Tages oder schläft in mehreren kurzen Schichten vor und nach der Arbeit – was auf die Dauer auch nicht gerade gesund ist.
00:11:14: Die Arbeitszeiten sind sicher ein Grund dafür das es in Bäckereien in Sachsen schwierig ist ausreichend Nachwuchs zu finden.
00:11:21: Dass es auch anders geht zeigen seit einigen Monaten zwei junge Bäckermeisterinnen in Dresden-Pieschen.
00:11:27: Vivi Brunk und Fiona Norbrunn haben im letzten September eine Bäckerei übernommen für die schon länger ein Nachfolger gesucht wurde.
00:11:34: Und führen sie seitdem als Bäckerei Bruno weiter.
00:11:38: Bro, No steht dabei für die Kombination ihrer Nachnamen Brunk und Norbrunn.
00:11:44: Der Arbeitstag der beiden beginnen nicht mitten in der Nacht wie der viele anderer Bäcker sondern schon am Abend.
00:11:50: Fiona Norbrunn
00:11:55: Auch viel Erfahrung damit gehabt zu so traditionellen Bäckerzeiten zu arbeiten.
00:11:59: Wir haben auch anfangs in unserer Bäckerei, auch so um zwölf oder eins angefangen oder zwei nachts und dann bis Vormittags gearbeitet Und dadurch hat man immer Schlafmangel.
00:12:08: Ist nicht gerade optimal für die Energie.
00:12:11: so in der Backstube, wenn man dann aufsteht und total verpennt eigentlich noch da steht und dann plötzlich zu hundert Prozent Aktion hochschrauben muss?
00:12:19: Und deshalb haben die beiden die Arbeitszeiten neu organisiert.
00:12:22: Sie stehen nun ab siebzehn Uhr dreizig in ihrer Backstuber.
00:12:25: kurz darauf kommen die Mitarbeiter.
00:12:27: Dann beginnt eine acht Stunden Schicht, den der vieles deutlich entspannter ist als in der klassischen Nacht schicht eines Bäckers sowie wie Brunk.
00:12:34: Man hat einfach nicht mehr diesen enormen Stress, den wir vorher hatten.
00:12:37: Dass in einer halben Stunde alles im Laden liegen muss, muss alles fertig sein und Sachen bestellt.
00:12:42: Oh Gott!
00:12:42: Wir haben irgendwie das hier noch vergessen... Also na klar, wir arbeiten trotzdem zügig aber man hat nicht mehr diesem Grundstress und trotz alledem kommen wir auf unsere sechs bis acht Stunden Schlaf und dass ist so viel besser als vorher auch fürs Arbeitsklima.
00:12:56: also alle unsere Mitarbeitenden sind sehr glücklich über diese Arbeitszeiten.
00:13:01: Und die sprechen sich herum, während andere Bäckereien oft händeringend nachwuchsuchen kann sich die kleine Bäckerei Bruno nicht über mangelndes Interesse beklagen.
00:13:09: Wir haben viele Bewerbungen, wir haben auch schon Praktikantinnen jetzt gehabt.
00:13:13: Gerade für junge Menschen ist es natürlich auch total wertvoll in der Ausbildung oder so sozial nicht so abgekoppelt zu sein.
00:13:19: also das hilft auf jeden Fall sehr.
00:13:21: Ganz egal ist es übrigens nicht wann gerührt geknetet und gebacken wird Denn natürlich wollen die Kunden der Bäckerei Bruno knusprig frische Brötchen und saftigen Kuchen kaufen.
00:13:31: Das aber haben die beiden Chefinnen gut durchdacht.
00:13:34: Am Anfang haben wir immer zuerst unser Feindebeck und die Brötchen gebacken.
00:13:38: Und dann in der zweiten Hälfte der Arbeitsschicht, das Brot und den Kuchen.
00:13:42: Dann mussten wir als wir die Arbeitszeiten umgestellt haben rückwärtsdenken.
00:13:46: also wir fangen jetzt mit dem Brot an weil das da nicht so schlimm ist, wenn es etwas länger liegt und hören mit Brötchen- und Feingebeck auf.
00:13:53: Und außerdem haben wir auch Überzüge bestellt für unsere Wagen wo die ganzen Blöche mit den Brötchens drin stehen, die einfach nichts rein und nichts rauslassen.
00:14:01: also wenn man die Brötchin da warm reinschiebt theoretisch das darf man nicht machen kommen die auch nach drei Stunden noch warm daraus
00:14:08: aber halt sehr batcht.
00:14:09: deswegen lassen sie schön abkühlen vor die über Züge drüberziehen.
00:14:12: genau!
00:14:15: Das kennt man ja vom Backen zu Hause auch, schmeckt ohnehin am besten wenn er nicht gleich gegessen wird sondern noch einen Tag stehen kann.
00:14:21: Und unser Brot ist einfach so durchdacht mit Sauerteig gebacken.
00:14:25: wir machen da Kochstücke rein, Quellstückevorteige lange Teigführungen und so dass die einfach super lang und gut frisch sind.
00:14:32: und beim Kleingebäck und Feingebäcker haben wir uns halt ein bisschen mehr Gedanken gemacht wegen so Trockenwerden.
00:14:37: aber ich würde nicht sagen das unser Gebäck irgendwie unter unseren Arbeitszeiten leidet.
00:14:42: eigentlich im Gegenteil
00:14:43: Dass sie beiden jungen Frauen mit vierundzwanzig Jahren ihre eigene Bäckerei haben, war eigentlich nicht geplant.
00:14:49: Zwar gab es durchaus schon sehr früh Verbindungen...
00:14:51: Ich habe schon immer gerne beim Bäcker gegessen auch früher als kleines Kind schon aber konnte mir nie vorstellen selber Bäckerin zu werden.
00:14:58: und so hatten beide nach der Schule auch zunächst ein Studium begonnen ehe ist die dann doch in dieses Handwerk verschlug Sie sich dadurch an der Berufstuhle kennenlernten und schließlich auch gemeinsam den Meisterkurs in Dresden machten.
00:15:10: Dass darauf dann die eigene Bäckerei folgte, war fast schon zwangseufig.
00:15:14: Das
00:15:14: hat schon viel Mut gekostet.
00:15:16: aber irgendwie war es auch so ein bisschen unsere einzige Option.
00:15:18: also wir saßen dann auch mal zusammen im Allauenpark hier in Dresden haben sie gedacht ja wenn wir jetzt den Meister haben wo lassen uns denn da jetzt irgendwie anstellen auch noch zusammen?
00:15:25: wer stellt sich zwei Meisterinnen ein und so?
00:15:28: Und dann war uns von irgendwie klar eigentlich
00:15:34: müssen wir das schon selber machen!
00:15:39: Eine neue Kaffeemaschine haben sie schon gekauft, eine regionale Resterei ausgesucht die die Bohnen liefert und sobald die Tische und Stühle da sind kann man seinen Kaffee und Kuchen bei schönem Wetter auch vor der Bäckerei Bruno in Dresden genießen.
00:15:54: Das
00:15:54: war Wilken – Der Sachsen-Podcast mit News Enker Haio Wilken.
00:16:00: Dieser Radio PSR Original Podcast ist eine Produktion von Regiocast, deutsches Radiounternehmen.
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